Tesa - Ghost

Review

TESA stammen aus Riga in Lettland und wurden 2005 gegründet.  Das vorliegende Album „Ghost“ wurde bereits 2014 aufgenommen, nun von James Plotkin (u. a. SUNN O))), ELECTRIC WIZARD) remastert und erneut international veröffentlicht.

Interessant sind nicht nur die Songnamen aus einzelnen Buchstaben, die hintereinander gesetzt den Albumtitel „Ghost“ ergeben. Auch die enthaltene Musik möchte einen sprichwörtlich überrollen. TESA spielen dunklen, schwerfälligen Post Metal/Rock mit Elementen des Noise Rocks und Sludge. Einflüsse finden sich da natürlich von NEUROSIS, mit welchen das Trio bereits 2013 auf Tour war und eine erneute Tour ansteht. Die Band spielt ihre massiven Lärmwände mit drückender Atmosphäre und nicht allzu vorhersehbaren Songstrukturen, undeutlichen Hintergrund-Schreien, langsamen Rhythmen, eingängig dumpfen Riffs, viel Dynamik, Soundspielereien und einer geballten Power an Noise. Dabei verschwimmen die Grenzen von TESA zwischen Musik und akustischem Chaos. „Ghost“ verfällt nicht selten ins Extreme und bietet innerhalb der Songs nicht allzu viel Variation.

Allein – die Letten sind weder sonderlich innovativ noch wirklich originell. TESA erinnern immer wieder an die bereits genannten NEUROSIS, aber auch SWITCHBLADE. Gut gelungen ist das lange „O“ mit seinen wenigen melodischen Nuancen, diese werden dann aber wieder vom Schlagzeug und den repetitiven Riffs niedergewalzt. Auch „T“ lässt zum Schluss nochmals mit melodischer Abwechslung aufhorchen. Diese Momente bzw. Höhepunkte wurden aber von TESA leider viel zu selten gesetzt, so dass sich „Ghost“, trotz wunderbar dreckiger und gleichzeitig gewaltiger Produktion doch schnell abnützt.

07.09.2016

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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