The Dead Sound - Cuts

Review

Aus dem Umfeld der deutschen Post-Punker LOVE A entstand 2016, unter Federführung von Drummer Karl Brausch, THE DEAD SOUND. Dort lebt Brausch nun seine Neigung zu obskureren Klängen aus und läßt Shoegaze, Post-Punk, Wave und Synth-Anleihen eimerweise in den Sound einfließen.

„Give me one…one last kiss“ – THE DEAD SOUND irgendwo zwischen Wave und Noise

Herausgekommen ist ein atmosphärisches und fließendes Debütalbum namens „Cuts“, welches vorallem durch seinen dichten und repetitiven Wave-Sound gekennzeichnet ist. In Kombination mit dem, extrem in den Achtzigern verorteten halligen und mechanischen, Drum-Sound entsteht eine Mischung, die feinsten Retrocharme versprüht. LOVE A-Sänger Jörkk Mechenbier benutzt in einem Pressestatement die schöne Umschreibung Dark Surf, welche wie die Faust aufs Auge von THE DEAD SOUND passt.

Es ist nicht übertrieben die entstehenden Klanglandschaften als rau und ungeschliffen zu bezeichnen, obwohl der Band zumeist der Spagat zwischen abstoßen und anziehen gelingt, insbesondere durch die Wave-Anteile im Sound, welche harten Noise egalisieren. Bestes Beispiel hierfür ist sicherlich das abschließende „Poison Lips“, welches mit seinem brüchigen Refrain den Höhepunkt des Albums markiert und unweigerlich haften bleibt.

Aber auch davor können THE DEAD SOUND Sympathiepunkte sammeln, sei es durch das smithige „Alone“oder das flirrende „More fun“. Abwechslungsreichtum ist nicht die große Stärke des Albums, aber würde „Cuts“ dann noch in voller Ausprägung funktionieren?

„Cuts“ setzt sich fest durch totale Hingabe

Sofern der Hörer einmal den Irrgarten von THE DEAD SOUND betritt, ist der Weg hinaus nur schwerlich möglich. Verstrickt im Dickicht düsterer Klänge bleibt nur ein resigniertes Zurückfallen, eine totale Hingabe an die Dichte des Sounds. Aufgrund dieser Konsequenz ist das Album auch für die Zielgruppe dieser Seite interessant.

26.08.2019

Stellv. Chefredakteur

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