The Silenced - Orator

Review

Soundcheck Januar 2020# 11

Groove-Metal-Bands haben generell Schwierigkeiten damit, die Livequalitäten ihres Materials auch auf einem Tonträger überzeugend darzubieten. Da unterscheiden sich THE SILENCED aus Finnland mit ihrem Debüt „Orator“ nicht von den Größen ihres Genres. Auf dem Beipackzettel werden ALL SHALL PERISH, alte MACHINE HEAD, SEPULTURA und INSOMNIUM als artverwandte Bands genannt, aber nur bei den älteren MACHINE HEAD mag das etwas zutreffen. Ansonsten gibt es bei THE SILENCED den schon erwähnten Groove Metal auf die Ohren, welchen sie mal stärker und mal weniger stark umsetzen.

Können THE SILENCED mit ihrem Groove Metal begeistern?

THE SILENCED zeigen ihre Stärken auf „Orator“ immer dann, wenn es mal etwas schneller und es mehr in Richtung Melodic Death als zum Groove Metal geht. „The Tyranny Of Words“ sticht ebenso positiv heraus wie „Arguments Of Ignorance“. Mit dem Zwischenspiel „Omnigma“ und dem einschläfernden „Metanoia“ wird das Album aber für zehn Minuten jäh unterbrochen. Alle Songs können noch etwas Feinschliff beim Songwriting vertragen. Dafür haben die Finnen beim Sound keine Abstriche gemacht und die Platte von Teemu Aalto mischen lassen, der auch schon bei INSOMNIUM und OMNIUM GATHERUM seine Finger im Spiel hatte. Das Mastering hat Svante Forsbäck übernommen, der sich Arbeit mit RAMMSTEIN und AMORPHIS auf seine Visitenkarte geschrieben hat.

„Orator“ ist für ein Debüt okay, aber nicht mehr.

Für ein Debüt ist „Orator“ okay. THE SILENCED müssen jetzt die ein wenig versteckt lauernden Qualitäten auf die Bühne bringen und sich beim nächsten Album etwas mehr beim Songwriting anstrengen.

09.02.2020

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

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