Unleashed - Hell's Unleashed

Review

Das neue Album der schwedischen Ur-Death-Metaller UNLEASHED erscheint endlich dieser Tage, und wenn das kein Grund zum Feiern ist, dann weis ich auch nicht! Nach unerträglichen fünf Jahren der Veröffentlichungsabstinenz haben sich die Mannen um Frontsau Johnny Hedlund nochmal aufgerafft, um ihren musikalischen Aggressionen freien Lauf zu lassen. Rausgekommen ist ein starkes, für UNLEASHED-Verhältnisse recht vielseitiges und ungewohnt „fetziges“ Werk, das die Band mit Karacho ins neue Jahrtausend katapultiert. Aber sehen wir uns doch die einzelnen Stücke mal genauer an. Wie angedeutet haben UNLEASHED nämlich ein wenig über den berühmten Tellerrand geblickt, und so sind ein paar relative „Exoten“ auf der Platte gelandet. So wartet „Mrs. Minister“ mit einem erfrischend humorvoll-anrüchigen Motiv auf und „Joy In The Sun“ ist schon alleine wegen dem Songtitel kult. Aber keine Angst, natürlich kommen auch altbacken UNLEASHED-Fanatiker voll auf ihre Kosten, denn Dampfwalzentracks wie „Demoneater“, „Your Head Is Mine“ und „Rejoice The Demons“ verkörpern die Trademarks der Band wie nie zuvor. Der textliche Schwerpunkt des Scheibe liegt, wie der Albumtitel ja schon vermuten lässt, nicht mehr wie noch bei „Victory“ und „Warrior“ auf der Wikingerthematik, mit „Fly Raven Fly wird jedoch auch die heidnisch-angehauchte Seite der Fangemeinschaft beglückt, so dass man sich rundum zufrieden dem Genuss der schwedischen Referenzband hingeben kann. Mein Fazit: UNLEASHED hat die wohlverdiente Pause äußerst gut getan, das Resultat ist ein absolut gelungenes Album, das die Gratwanderung zwischen stilistischer Beharrlichkeit und Abwechslung gut meistert und allen Fans der Band neuen Brennstoff liefern dürfte in diesem Sinne: Buy or die!

20.05.2002
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