Unleashed - Dawn Of The Nine

Review

Galerie mit 15 Bildern: Unleashed – Summer Breeze Open Air 2019

Auf die schwedischen Todesblei-Veteranen UNLEASHED ist und bleibt einfach Verlass! Mit ihrem inzwischen zwölften Album „Dawn Of The Nine“ spinnen die vier Todesschmiede die in die nordische Mythologie eingebettete, postapokalyptische Geschichte der Vorgänger „As Yggdrasil Trembles“ und „Odalheim“ weiter. Mehr dazu im kommenden Interview hier auf metal.de. Aber nicht nur inhaltlich bleiben sich die Viking-Death-Vorreiter treu, auch musikalisch gibt es wieder herrlich deftigen, unverwechselbaren Death Metal der guten alten Schule und UNLEASHED zeigen, wo Thors Hammer hängt!

UNLEASHED verlassen sich auch bei „Dawn Of The Nine“ auf ihre klassischen Trademarks. Episch galoppierende Schlachthymnen, tonnenschwere Banger, dazwischen kurze straighte Highspeed-Attacken, eingängige Todesblei-Riffs, exzellente Soli und Mitgrölrefrains, Johnny Hedlunds charismatische Stimme, der Wechsel aus Melodie und Brutalität, das alles sind die Zutaten für diese ordentliche Portion Schwedentod-Power mit dezenten klassischen Metal-Elementen. Der direkte Vorgänger „Odalheim“ zeigte einige deutliche Black-Metal-Einflüsse, diese wurden auch auf „Dawn Of The Nine“ beibehalten, insbesondere beim passend betitelten „Where Churches Once Burned“ mit seinen majestätisch sägenden Gitarrenharmonien. Nahezu alle Songs sind auf hohem Niveau und sollten jedem Warrior gefallen. Herausragend sind neben dem bereits genannten der schleppende Midtempo-Kracher „Defenders Of Midgard“, das stramme, rasend wütende „Where Is Your God Now?“, das dynamisch rockende, sehr oldschoolige „Land Of The Thousand Lakes“ sowie natürlich der doomig-schleppende, mächtige Titelsong.  Und dann ist da noch „The Bolt Thrower“, dieser klingt weniger nach BOLT THROWER, wie man anhand des Titels vermuten würde, sondern ist ein urtypischer direkter UNLEASHED-Brocken, welcher auch Mitte der Neunziger hätte entstanden sein können.

UNLEASHED bleiben mit dem abwechslungsreichen, inspirierten und originellen „Dawn Of The Nine“ ihrer Marschrichtung bedingungslos treu, ohne sich selbst zu kopieren. Kompromisslos, kämpferisch, heroisch, authentisch. Stark!

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12.04.2015

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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07.07. - 10.07.21metal.de präsentiertRockharz 2021 (Festival)Accept, Asenblut, ASP, Attic, At The Gates, Beast In Black, Betontod, Burden Of Grief, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Dawn Of Disease, Deserted Fear, Destruction, Eluveitie, Ektomorf, Ensiferum, Evil Invaders, Gernotshagen, Goitzsche Front, Grave Digger, In Extremo, Insomnium, Jinjer, Kambrium, Kataklysm, Knasterbart, Knorkator, Lord Of The Lost, Lucifer, Moonsorrow, Obscurity, Oomph!, Ost+Front, Paddy And The Rats, Powerwolf, Running Wild, Sepultura, Sibiir, Steel Panther, Storm Seeker, Subway To Sally, Suicidal Tendencies, Tankard, Tarja, The 69 Eyes, Thomsen, Thundermother, Turisas, Twilight Force, Uncured, Unleashed, Unzucht und Unleash The ArchersFlugplatz Ballenstedt, Ballenstedt

3 Kommentare zu Unleashed - Dawn Of The Nine

  1. Arvid sagt:

    Das sind ein paar Arschlöcher, die Jungs von UNLEASHED! Ich war ja schon vom Vorgänger begeistert, aber das ist der Wahnsinn! Unglaublich kreative geile Killer-Songs!

    10/10
  2. warum sagt:

    Seit Midvinterblot haben Unleashed nichts mehr gerissen. Von Kreativität kann keine Rede sein, es herrscht tumbe, blutleere Stagnation.

  3. nur? sagt:

    Unleashed sind doch schon sehr lange nur ein Schatten ihrer selbst. Ich habe diese Band früher geliebt aber mittlerweile langweilen mich ihre neuen Alben nur noch. Die Arrangements sind oft uninteressant und unspektakulär. Plätscher-Def-Metal, nur noch hörbar für Leute, die von ihren Ewighelden sowieso alles toll finden