Varang Nord - Pārķiuņa Uomurs

Review

Galerie mit 20 Bildern: Varang Nord - Wacken Open Air 2019

Der Name VARANG NORD sollte spätestens seit 2019 im Metal-Universum ein Begriff geworden sein. Die Truppe aus Lettland gewann das Metal-Battle auf dem Wacken-Open-Air. Die geplante Tour 2020 fiel der Pandemie zum Opfer, so ging es ins Studio. Das Ergebnis der erzwungenen Bühnenabstinenz nennt sich “Pārķiuņa Uomurs“ und ist das vierte Langeisen des Sextetts.

“Pārķiuņa Uomurs“ – das vierte Release des Metal-Battle-Gewinner 2019 auf Lettgallisch

Im Gegensatz zu den bisherigen Veröffentlichungen setzen die Letten auf einen speziellen Dialekt der lokalen Sprache. Die Texte sind in Lettgallisch verfasst, was “Pārķiuņa Uomurs“ wohl zu einer gewisse Einmaligkeit verhilft. Inhaltlich geht es genretypisch um Mythologien und Geschichten des Nordens.

Nach dem instrumentalen Intro mit Donnergrollen heißt es “Stuojīs! “, Akkordeon, wechselnder Klar- und Growlgesang begrüßen den Hörer. “Cīņis Gors“ legt vom Tempo eine Schippe drauf, das Schifferklavier arrangiert sich mit Chören und Growls. Donner und Stimmengewirr leiten zu “Pārķiuņa Uomurs“ über. Verglichen mit dem Vorgänger lösen die Drums und Saiten die Dominanz des Tasteninstruments etwas ab und das gute Stück legt vom Tempo nochmals zu. “Dzeļža Ryuda“ beendet die Temposteigerungen, es wird wieder kräftig in die Tasten gegriffen, durch eine gewisse Langatmigkeit fehlt der zündende Funke und die Nummer fällt gegenüber dem bisher Gehörten deutlich ab.

“Svietņeica“ ändert Tempo und Gesang, es wird schneller und die klare Stimme dominiert, die eingestreute Orchester-Passage im letzten Drittel wirkt etwas deplatziert. “Uperiešona“ lässt mit einem Hauch von Epik aufhorchen und könnte in Teilen auch aus der Feder von ENSIFERUM stammen. Wie beim Vorgänger streckt die Band den Track im letzten Drittel mit einem akustischen Intermezzo, sodass die bis dato vorhandene Dynamik verloren geht. Humpta liefern “Syt Pa Seyi“ und “Troļļs“, was Menschen ansprechen dürfte, die gernemit einem passendenden Getränk dazu das Tanzbein schwingen. “Karaveiri“ kehrt zum epischen Folk-Metal-Pfad zurück, bevor “Ceļš Da Sātai“ den Schlusspunkt als akustisches Outro setzt.

VARANG NORD sind abwechslungsreich mit Luft nach oben

Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern liefert das Sextett aus Lettland mit “Pārķiuņa Uomurs“ einen abwechslungsreichen Folk Metal, es gibt Humpta genauso wie epische und temporeiche Nummern auf dem Longplayer zu entdecken. “Dzeļža Ryuda“ steht stellvertretend für den Kritikpunkt an der LP. Der gesamte Track wirkt langatmig und nicht zum Punkt kommend. So finden sich auch bei anderen Songs immer wieder Elemente, die das Hörvergnügen durch unnötiges Strecken verringern. Unterm Strich bleibt eine talentierte Truppe, die ein überdurchschnittliches Langeisen mit Steigerungspotential ausliefert und nachweist, dass der Gewinn des Metal-Battle kein Zufall war.

24.03.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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