Watch Them Fade - Emptiness

Review

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In Sachen Artwork scheinen sich WATCH THEM FADE durch die grafische Linie von KVELERTAK und BARONESS inspirieren lassen zu haben. Ganz so farbenfroh wie rund um die Coverdame von „Emptiness“ geht es musikalisch auf dem Zweitling der Würzburger aber keineswegs zu.

Der Metalcore regiert mit allen seinen Genre-Konventionen

Kein Wunder, hat die Jungs doch seit Veröffentlichung des 2015er-Debüts „Welcome To My Void“ mit dem Tod eines Bandmitglieds ein Schicksalsschlag ereilt, den viele Bands erst spät in ihrer Karriere und viele glücklicherweise niemals erleiden müssen. Drummer Daniel Maier ist gleich eingangs im Booklet erwähnt – und auch ansonsten steckt er in jeder Zeile von „Emptiness“.

Tracks mit Titeln wie „Unanswered Questions“, „Fix Me“, „Suffocated Memories“ und „The Darkest Hours“ zeugen davon, ebenso wie ein Soundbild, das stellenweise durchaus düsteres Post-Flair versprüht (vgl. „Other Than That“, „Unanswered Questions“, „Fix Me“).

Daneben regiert der Metalcore mit allen seinen Genre-Konventionen. WATCH THEM FADE vertrauen auf Shouts, Growls und Klargesang gleichermaßen. Mit mal mehr und mal weniger Erfolg. Vor allem in den an mehreren Stellen eingesetzten gedoppelten Vocal-Passagen herrscht bisweilen ein gewisses Ungleichgewicht zwischen den Gesangsstilen, wirkt das hymnisch gemeinte eher gepresst und schmalbrüstig.

WATCH THEM FADE haben Potential

Dabei muss man WATCH THEM FADE allerdings zugutehalten, dass sie eben nicht die überbeanspruchte Harter-Vers-opulenter-Refrain-Schiene fahren und insgesamt auch deutlich weniger poppig klingen als so manche Genre-Kollegen. Ein Song wie „The Spark“ wartet sogar mit einer wirklich interessanten Melodieführung auf. Auf der anderen Seite geht die Band auf „Emptiness“ auch nicht den ganz kompromisslosen Weg von Bands wie UNEARTH oder AUGUST BURNS RED. Die Verknüpfung von Melodie und Djent-Breakdown klingt stellenweise erstaunlich unverbraucht.

Sicher, an der konkreten Umsetzung der Gesangsaufteilung und an den wenig subtilen Texten könnten WATCH THEM FADE noch etwas arbeiten. Und natürlich sind die auf „Emptiness“ vermengten Zutaten keineswegs neu oder innovativ. Dennoch zeigt der Zweitling eine Band mit Potential und guten Ansätzen, die ihren Weg weiter gehen wird.

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05.04.2019

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