Weh - Origins

Review

WEH ist ein mir bis dato völlig unbekanntes Akustik-Folk-Projekt aus Norwegen, welches mit „Origins“ eine Retrospektive sowie eine Aussicht auf die Zukunft des eigenen Schaffens veröffentlicht.

„Origins“ stellt eine chronologische Übersicht des Schaffens von WEH dar. Angefangen mit den Frühwerken der Jahre 2002-2004 auf der ersten CD (der EP „The Death“, und den zwei Demos „All The Sinners Are Sleeping Now“ und „The Coffee’s Cold In The Morning“) und neueren Werken des Zeitraums 2005-2010 auf der zweiten CD (einem WINDIR-Cover, den beiden Demos „Hoof & Horn“ und „North“, sowie 5 neuen Aufnahmen, und einem unveröffentlichten Lied aus dem Jahre 2009).

Dabei kann man wirklich schön die Entwicklung und die Verfeinerung des Stils von WEH ablesen. Über die Jahre gleich geblieben sind dabei aber die Grundzutaten: eine meist entspannt gespielte Akustikgitarre plus der Stimme von Sänger Erik E., die manchmal von hintergründigen Growls gekreuzt wird. Gelegentlich minimal akzentuiert von Synthesizern, Percussion, Bass oder Samples.

Veränderung gibt es zum einen in der Stimmung: wo die frühen Lieder mit ihrer deutlichen Singer / Songwriter-Note noch eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlten, da sind die späten Stücke nachdenklicher, bestimmter, verschieben sich mehr in Richtung des dunklen Folk. Zum Anderen hat sich auch die musikalische Reife gewandelt, mit der die Stücke dargeboten werden. Sind es anfangs noch viele einzelne Ideen, die dann in vielen kurzen und simpel aufgebauten Stücken resultieren, so sind es in der zweiten Hälfte längere, schön aufgebaute Stücke mit einem klaren Spannungsbogen, mitreißender weil rauer und dunkler Stimme und herzlich schönen Melodien. Direkt ab dem ersten Titel der 2006er Demo „Hoof & Horn“, steigt die musikalische Qualität und Klasse merklich. Die Stücke bleiben im Ohr, sind atmosphärisch dicht und lösen zumindest bei mir des öfteren Gänsehaut aus.

Wie oben schon beschrieben, quantitativ ist dieses Release über jeden Zweifel erhaben. Zwei CDs mit jeweils einer Spielzeit von annähernd einer Stunde sind wirklich eine Menge Material. Qualitativ ist es ein wenig anders, ist die erste Hälfte zwar auch nicht schlecht, fällt sie im vergleich zur wirklich guten zweiten Hälfte aber ab. Jedoch, jedem, der an schönem Folk der nachdenklichen Art Freude findet, sei „Origins“ absolut empfohlen. Schon allein wegen der zweiten CD, denn allein diese würde einen Kauf rechtfertigen. Und ich meinerseits verbleibe mit Spannung ob des nächsten, dann hoffentlich vollwertigen Albums.

21.09.2010

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