Wolfhorde - Hounds Of Perdition

Review

WOLFHORDE aus Finnland haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Metal mit traditionellen finnischen Klängen zu mischen und daraus es ein Gemisch zu erschaffen, dass unverwechselbar und einzigartig ist. Nach dem Erfolg der letzten CD sind die Erwartungen an das neue Werk natürlich gigantisch. Ob sich „Hounds Of Perdition“ behaupten kann?

Nur dem Mondlicht verpflichtet – WOLFHORDE

Der Brecher „Chimera“ verlangt dem Zuhörer bereits zu Beginn alles ab. Eine gut 9-minütige Nummer, die sich immer wieder neu erfindet und neue Richtung einschlägt, die man nicht vorhersagen kann. Mal mit sanften Klängen untermalt, mal in bester Black-Metal Manier ziehen die Musiker hier sämtliche Register ihrer Künste. Kein belangloses Stück, sondern ein echter Meilenstein, der nicht nur Auswirkungen auf die Folk-Metal Szene haben wird. „Doctor of the Plague“ wurde bereits im Vorfeld als Single auserkoren und bekam sogar einen eigenen Videoclip spendiert. Hier steht die ungewöhnliche Instrumentalisierung im Vordergrund, die eine bedrohliche Atmosphäre zaubert, ohne dabei ins Klischee abzudriften. Etwas leichter gestaltet sich „Black Song“. Klargesang und eine eingängige Melodie sind die Merkmale dieses Beitrags.

Leider kommt dieser Track etwas unbedeutend daher und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Dafür legen WOLFHORDE im Anschluss mit „Towers of Silence“ einen knallharten Track vor, den man einfach genießen muss. Hier stimmt sowohl die Härte, als auch der kompromisslose Gesang und so entwickelt sich eine kurzweilige Nummer, die nicht nur in diesem Sub-Genre als Meisterwerk gefeiert werden wird. Die Power-Ballade „Forged in Ice“ kommt episch und beschwingt daher. Ein musikalischer Leckerbissen, der mit längerer Spielzeit immer härter wird, ehe sich das Riff-Gewitter zum Ende des Tracks auflöst und den Schlusspunkt unter eine beeindruckende Komposition setzt. „Kill the Light“ sollte einen garantierten Platz auf der Live-Setlist bekommen. Ein solcher Track gehört auf die Bühne. Gute 11 Minuten kann der namensgebende Song „Hounds Of Perdition“ für sich verbuchen. Ein wahres Epos, das man wohl in seiner Gesamtheit beurteilen muss. Diese Achterbahnfahrt ist sicher nichts für den schnellen Hörgenuss. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, wird mit interessanten und ungewöhnlichen Soundexperimenten belohnt. Ein wahrhaft opulenter Ausklang dieses Albums.

Verdammnis oder Erlösung? – Hounds Of Perdition

Fazit: WOLFHORDE präsentieren ein Album, das es in sich hat. Auch wenn die Tracklist mit sieben Songs eher mager aussieht, so lasst euch davon nicht täuschen. Die Qualität der einzelnen Beiträge von „Hounds Of Perdition“ ist wirklich hervorragend. Bei dieser CD sollte jeder Folk-Metaler zugreifen und sich dieses Werk sichern. Man darf gespannt sein, wohin die Reise von WOLFHORDE noch gehen wird.

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03.01.2019

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