Vroudenspil - Fauler Zauber

Review

Nanu? Wieso kommt denn ein Review zu einem vor über einem Jahr erschienen Album erst jetzt auf metal.de online? Die Münchener Piraten-Folk-Rocker von VROUDENSPIL sind mit ihrem letzten Album “Fauler Zauber“ nun schon eine Weile unterwegs, jedoch gerieten sie erst durch ihre tollen Auftritte im Vorprogramm von FEUERSCHWANZ in meinen Fokus. Eine derartig packende Folkkapelle verdient Unterstützung und daher wird nun das Review zu “Fauler Zauber“ nachgeschoben.

Ohne großes Intro steigen VROUDENSPIL mit “Wiedergänger“, einer schnellen und tanzbaren Nummer, in ihr aktuelles Album ein. Musikalisch fühlt man sich in eine dreckige Hafenkneipe versetzt, in der laut gesungen und getrunken wird. Die dabei besungenen toten Narren gehen sofort ins Ohr und wollen da auch so schnell nicht mehr raus. Großartiger Opener!

Doch mindestens genauso eingängig geht es mit “Knochensack“ weiter. Die rhythmische Nummer lädt ideal zum Schwingen des Tanzbeines ein, so wie es der Text verlangt und lässt offen, warum der Song auf der letzten Tour nicht gespielt wurde. “Püppchen“, der zum Titel des Albums passende Voodoo-Song, schlägt musikalisch in eine ähnliche Kerbe und überzeugt auf ganzer Linie. VROUDENSPIL vermischen in ihrer Musik mittelalterliche und folkloristische Instrumente aller Art und entwickeln so einen ganz eigenen Sound mit stets präsentem Akkordeon und diversen Blasinstrumenten im Zentrum. Es fällt wahrlich schwer zu dieser Musik nicht zu tanzen.

Abwechslungsreiche Melodien, mal mehr zum Tanzen mal mehr zum rhythmischen springen, gepaart mit der angenehm rauen Stimme des Sängers Ratz von der Planke machen “Fauler Zauber“ zu einem klassischen VROUDENSPIL-Album ohne große Überraschungen, aber stets mitreißendem Sound. Songs wie “Irrlicht“ oder “Rebellion“ gehören in diesem Zusammenhang zu den Highlights der Platte. Jedoch muss erwähnt werden, dass Lieder wie “Seelenfänger“ oder “Leviathan“ zwischen den übrigen Stücken eher wie Lückenfüller wirken: nicht schlecht, aber bleiben nach dem Hören nicht wirklich hängen. Durch ein wenig mehr Abwechslung in Instrumentierung, Rhythmik oder Gesang hätten auch diese Songs besser zur Geltung kommen können.

Zum Schluss liefern VROUDENSPIL dann doch noch eine wirkliche Überraschung ab. “Neue Welt“ ist eine maritime Ballade mit einem eindrucksvoll bebildertem Text und einer angenehmen zusätzlichen weiblichen Gesangsstimme sticht der Song heraus und lässt ein schnelles und verspieltes Album sanft ausklingen. “Fauler Zauber“ ist somit eine absolute Kaufempfehlung für Fans des Genres!

Und wer sich noch überzeugen lassen will: VROUDENSPIL sind zu Gast auf SUBWAY TO SALLYs “Eisheiliger Nacht“ 2016, die am 16.12. in Gießen starten wird. metal.de wird vom Konzert in Dresden Bericht erstatten!

15.12.2016

Alles fließt, alles treibt, alles hat seine Zeit. Vergiss nie, dass wir Kinder des Augenblicks sind! Der Moment hält ein Leben grad eben bereit!

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