
BOBBIE DAZZLE hat ein klares Motto: ihre Musik soll einen Rückzugsort darstellen und den Spaß zurück in die Rockmusik bringen! Dafür scheut Siân Greenaway alias BOBBIE DAZZLE, die sich für ihre Bühnenperformances den Siebzigern gemäß stilecht in glitzernde Catsuits wirft und leidenschaftlich gerne die Querflöte in ihre Songs einbaut, keine Mühen und lässt sich auch von ihrer Endometrioseerkrankung nicht aufhalten. Fast exakt zwei Jahre nach Veröffentlichung ihres Erstlings “Fandabidozi“ beglückt BOBBIE DAZZLE ihre treue Fangemeinde nun mit Nachschub für verwöhnte Glam Rock-Ohren und stellt “Star Power“ in die Regale.
“Star Power“ – Spaß mit Ansage
Das Album startet mit Titeltrack und Ohrwurmgarant “Star Power“ und knüpft quasi nahtlos an seinen Vorgänger an – wortwörtlich, da BOBBIE DAZZLE hier nach eigener Aussage ein kleines Easter Egg eingebaut und den letzten Track des Vorgängeralbums leicht variiert als Eingang in “Star Power“ einfach fortgeführt hat. “Dirty Martini“, “The Passenger“ und “Jack Rabbit“ erweitern den Eindruck einer saftigen Siebziger-Rockparty. Es folgt die Single “Wonder“, die das Tempo bereits ein wenig drosselt. Mit “The New Thing“ wird es dann softer und nachdenklich, und die wundervolle Flötenmelodie setzt sich nachhaltig im Ohr fest.
Gleichzeitig fungiert der Song quasi als Halbzeitmarke, denn danach geht’s wieder mit mehr Tempo, aber auch mehr Bumms und interessanten Gastbeiträgen weiter. Gefühlt stehen die Gitarren ein bisschen mehr im Vordergrund, und mit “Snakes & Ladders“, den sie mit Gareth McGrillen von PENDULUM geschrieben hat, der hier auch am Bass gastiert, wird’s richtig groovy. “Planets Collide“ läutet so langsam das Ende von “Star Power“ ein, das dann mit “Feel It Too“ auch zünftig serviert wird. Hier hat sich BOBBIE DAZZLE eine Ikone eingeladen: LITA FORD, die dem Song ein furioses Gitarrensolo beigesteuert hat, mit dem das Album passend ausklingt.
Eins-a Handwerk mit Charme
Mit “Star Power“ liefert die Britin eine Scheibe mit elf handwerklich erstklassigen Tracks, die jedem Fan des Genres viel Freude bereiten werden. Die Produktion hört sich einen Tick glatter und polierter an als auf dem Vorgänger. Der “Dazzle“ geht trotzdem nicht verloren, und die Songs machen genauso viel Spaß und haken sich im Gehörgang fest wie die auf “Fandabidozi“. Klare Hörempfehlung!

Sonja Schörg































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