Anthea - Illusion

Review

Mit den US-Amerikanern ANTHEA aus Los Angeles stellt sich eine weitere, neue Band aus dem symphonischen Umfeld vor. Nach einer EP und einer Single möchte das Quintett nun auf Albumlänge zeigen, was sie können. Dabei versuchen sie, Akzente in einem übersättigten Genre zu setzen.

„Illusion“ – Symphonischer Querschnitt durchs Genre

ANTHEA spielen auf ihrem neun Songs starken Debüt eine Mischung aus Symphonic Metal und melodischem Power Metal. In den schnelleren Songs, wie zum Beispiel „Eclipse“, kommen noch Breakdowns dazu, welche sich die Band aus dem Metalcore entlehnt hat. Gesanglich bekommen die Hörerschaft das klassische Wechselspiel zwischen einer (in diesem Falle männlichen) Klargesangs-Stimme und einem Screamer geboten. Dazu gesellt sich bei „Moirai“ noch Chiara Tricarico (ex-TEMPERANCE) als weiblicher Gastpart.

Das Album ist druckvoll produziert, wobei man den Arrangements natürlich anhört, dass sie aus der Konserve kommen. Neben den klassischen Streichern und dem Dosenorchester kommen häufiger auch elektronische Spielereien in den Songs vor, welche sich dann allerdings etwas zu penetrant über den Rest der Musik legen. Das Songwriting ist interessant, allerdings verlieren sich Lieder wie „The Light Divine“ in ihren etwas zu vielen, verschiedenen Parts auf die doch eher geringe Laufzeit.

Wohin führt der Weg, ANTHEA?

ANTHEA sind eine Band mit großen Ambitionen. In der Bandbeschreibung heißt es, ihre Musik sei für Fans von KAMELOT, WINTERSUN und NIGHTWISH. Das ist schon mächtiges Namedropping, dem „Illusions“ nur bedingt gerecht wird. Musikalisch ist man den Dreien KAMELOT noch am nächsten, wobei die Band um Tommy Karevik definitiv progessivere Arrangements an den Tag legt.

„Illusions“ ist bei weitem kein schlechtes Debüt geworden, doch jetzt heißt es für ANTHEA, sich auch langfristig behaupten zu können. Die Konkurrenz in dem Genre ist groß und die Band muss noch eine Nische finden, die sie bedienen können. Das Potential für eine Weiterentwicklung haben die fünf Herren von der Westküste in jedem Falle.

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23.10.2020

Unguided we were, Unguided we will be.

Der metal.de Serviervorschlag

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