Black Messiah - Walls Of Vanaheim

Review

Wer die letzten Werke von BLACK MESSIAH kennt, der wird auch bei „Walls Of Vanaheim“ sicherlich nicht sonderlich überrascht aus der Wikinger-Wäsche gucken: Betont epischer Pagan Metal mit klassischem Metal-Einschlag bieten die sechs Nordrhein-Vandalen auf ihrem nunmehr siebten Album.

Eine epische Geschichte …

Thematisch hat man sich diesmal dem zweiten Vanenkrieg verschrieben, der mit dem Mord an dem Riesen Mimir seinen Anfang nimmt. Und um diese epochale Geschichte vernünftig darzustellen, bedient man sich einer angemessen soundtrackhaften Darstellung: Die fünfzehn Titel von „Walls Of Vanaheim“ sind nicht alle rein musikalisch, die Titel des Albums sind teilweise gesprochene Erzählungen. Beim Hören fühlt sich das zugegebenermaßen ziemlich nach „Nightfall In Middle-Earth“ von BLIND GUARDIAN an – was ja nicht die allerschlechteste Referenz sein muss. Was man BLACK MESSIAH, ähnlich wie schon beim 2013er-Vorgänger „Heimweh“ keinesfalls unterstellen kann, ist Scheuklappendenken. BLACK MESSIAH greifen auf, was am besten zur jeweiligen Stimmungslage passt: „Die Bürde des Njord“ wildert im fleißig im Black Metal, auch verträumt-melancholische Züge des epischen Viking-Metals der glorreichen BATHORY-Phase kommen zum Vorschein. „A Feast Of Unity“ macht sich melodischsten Death Metal im Stile von AMON AMARTH zu eigen und das ENSIFERUM-esque „Satisfaction And Revenge“ zeigt die energetische Seite der Band.

… stimmungsvoll erzählt.

Das ist alles recht abwechslungsreich-unterhaltsam, insbesondere, da die allgegenwärtige Vereinigung aus Pagan- und Folk-Metal eine gute, eingängige Basis bietet. Und so sind diese Ideen auch allesamt durchaus gefällig, aber ein wenig holzschnittartig: Die über siebzig Minuten Spielzeit sollten also nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle Titel so verfangen wie das eingängig-flockige „Mit Blitz und Donner“ oder der treibende Titeltrack „Walls Of Vanaheim“, der die markante Violine von Frontmann Zagan gekonnt in Szene setzt. Wer nun allerdings bei in deutscher Sprache vorgetragenen Heldentexten rote Flecken am Hals bekommt und auch bei entsprechenden Reimereien („Schlacht – Macht“) das Weite sucht, der sollte „Walls Of Vanaheim“ eher aus seiner Musikanlage heraus halten – und auch die gelegentlich durchscheinende CREMATORY-Gedächtnisorgel („Epilogue – Farewell“) ist durchaus Geschmackssache.

Wer sich allerdings mit bombastischem Pagan Metal gern die Zeit vertreibt, der findet in „Walls Of Vanaheim“ ein solides Genrealbum, das Fans von BLACK MESSIAH oder auch WOLFCHANT durchaus überzeugen dürfte.

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13.07.2017

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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