Blindside - Ten Years Running Blind 1994-2004

Review

Und ich überleg noch: „BLINDSIDE, die sagen dir was?!“. Korrekt, als ich mal wieder eine getunte Prollkarre in die Leitplanken setze, tönen sie gerade aus den Boxen meines PCs. Auch auf dem Soundtrack eines einschlägigen Games war das schwedische Quartett also schon mal vertreten. Kein Wunder, liegt der Mix aus melodischem Hardcore, Emo und Alternative doch voll im Trend. Dass man es hier aber nicht mit Copy-&-Paste-Musikern zu tun hat, macht die vorliegende Silberscheibe deutlich, welche nun nach über zehnjährigem Band-Bestehen veröffentlicht wurde. Zeitgleich gibt es ältere Werke in Neuauflage und mit „The Great Depression“ steht auch schon das fünfte Album in den Läden.
„Ten Years Running Blind“ zeigt zum einen die ersten zehn Jahre der Bandgeschichte im 42-minütigen Schnelldurchlauf, zum anderen ein 50 Minuten Live-Konzert aus dem Jahr 2003 (8 Songs) und 43 Minuten Tourimpressionen. Dazu gibt es Video-Clips zu „King Of The Closet“, „About A Burning Fire“, „All Of Us“, „Sleepwalking“ und „Pitiful“ (vom peinlichen Sänger-rennt-Frau-im-Wald-hinterher-, über Band-spielt-in-einem-drehenden-Würfel-, bis zum stimmungsvollen Live-Clip ist alles zu haben). Außerdem dabei sind drei umfangreiche Fotostrecken und noch ein paar Live-Videos in absoluter Bootleg-Qualität. „Do it yourself“ scheint auch das Motto für den Rest der DVD-Produktion gelautet zu haben. Es finden sich weder Untertitel für die englischen Interviewsequenzen, noch erscheint es besonders logisch, dass man die Videos einzeln anwählen kann, wenn dann ab der gewählten Stelle doch alle abgespielt werden. Beim Tourfilm wiederholen sich die Songs auch schon mal und der „Cornerstone 2003“-Auftritt wurde offensichtlich nachträglich aufgehellt, was die Farben etwas blass erscheinen lässt. Insgesamt hat man es mit solider Videoband-Qualität zu tun. High-End-Fetischisten kommen also nicht auf ihre Kosten. Trotzdem ist die DVD eine spaßige Angelegenheit, denn die Stimmung auf den Gigs ist gut, die Mucke der Jungs klasse und auf sowie vor der Bühne herrscht eine Menge Bewegung. Die Band-Doku hätte zwar länger sein dürfen, doch immerhin gibt vom peinlichen Kurzausschnitt des ersten Auftritts überhaupt, über Aufnahmen im bekannten Tonteknik-Studio für Album Nr. 2, bis zu Touren im P.O.D.-Vorprogramm (vor und nach deren Durchbruch, teilweise auch ohne die nötige Kohle in der Hinterhand) bewegte Bilder von so ziemlich allem, was das Fan-Herz interessiert. Lustig ist auch die Stelle, an welcher der frisch gekaufte Tourbus im Straßengraben gefilmt wird… Fans können sich das Teil folglich bedenkenlos zulegen, so sie sich nicht vom DIY-Charme abschrecken lassen.

19.11.2005

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