Dagorlad - The End Of The Dark Ages

Review

Vogelgezwitscher, hie und da der vereinzelte Schrei eines Falken und ein verträumt spielendes Keyboard ertönen aus den Boxen. Sodann erklingen feierliche Trompetenfanfaren zu denen sich heiteres Flötenspiel und ein aufbrausendes Kriegsschlagzeug hinzugesellen. Man kommt einfach nicht um das Gefühl herum, sich in einer unberührten, reinen Naturlandschaft zu befinden, in der eine mächtige, altertümliche Streitmacht gerade in Begriff ist, in einen gespenstischen Krieg ungeahnten Ausmasses zu ziehen. Diese majestätische Darbietung wird mit dem Einsetzen der ersten Gitarrenriffs um eine gehörige Portion Mystik und Bösartigkeit erweitert, welche nicht nur für das Intro von „The End Of The Dark Ages“ sondern für das gesamte Album kennzeichnend ist. Diese akustische Verpackung aus melodischem dark Metal haben die Belgier Dagorlad gewählt, um uns die Geschichte vom Kampf zwischen dem unheilbringenden Dämonenherrscher Zul‘ Dahr und dem ruhmreich Helden Mellek, der im Dienste der Göttin Aleana steht, zu erzählen. In bekannter Bal Sagoth Manier wird diese Saga durch einen Sprecher dargeboten, der teilweise einfach clean von den Geschehnissen in den Wäldern von Bordearon erzählt, meist aber eine gewisse Aggressivität in sein Stimmorgan legt, was der Atmosphäre zugegebenermassen gut tut. Die zwei Abschnitte, in welchen die Göttin Aleana selbst die Stimme erhebt, werden hingegen von Sängerin Tinuviel vorgetragen, ganz wie man es von den gesprochenen Passagen bei Cradle of Filth her kennt. Generell muss ich sagen, dass Dagorlads Material etwas uneigenständig klingt und einen immer wieder an die bereits erwähnten Bal Sagoth erinnert, schon allein wegen der vielen orchestralen Parts und der immer wiederkehrenden Bläser. Zu meinem Bedauern klingt das ganze aber etwas zu geradlinig, zu unspektakulär und voraussehbar, so dass dauerhaft keine Freude aufkommen will. „The End Of The Dark Ages“ stellt ein handwerklich sehr ordentlich gefertigtes Album dar, welches aber die mitreissenden Ideen und langlebigen Songs vermissen lässt und daher wohl leider dazu verdammt ist, in meinem CD-Regal zu verstauben, da es haufenweise bessere Werke dieser Art da draussen gibt.

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26.04.2002

Der metal.de Serviervorschlag

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