Damnation - Destructo Evangelia

Review

Wenig aufregendes bieten Damnation aus Schweden, die einen recht soliden Black Metal spielen. Das kann man gleich dreisterweise vorwegnehmen, denn in Jubelstürme kann mich diese Scheibe nicht gerade versetzen. Zwar versuchen die Jungs so böse wie möglich zu sein und sind darin auch ganz geschickt, aber auf dem Rundling kann der teilweise recht zähe Brei nicht wirklich zünden. Das liegt vielleicht daran, weil „Destructo Evangelia“ eher im Midtempo-Bereich angesiedelt ist und so kaum Höhen oder Tiefen verzeichnen kann. Das muss im Grunde nicht schlecht sein, aber zur Unterhaltung der Hörer trägt es nicht gerade bei. Im ersten Song „Insulter Of Jesus Christ“ (nach dem Intro „Invocation Of The Storms“) geht es schon gleich los mit der ruhigen Nummer und man möchten ihnen gerne mal in den Allerwertesten treten, dass sie endlich mal aufwachen und dem Albumtitel gerecht werden. Dieser Song hat außerdem auch ein paar rockig/thrashige Einflüsse und erinnert im ersten Teil irgendwie ein wenig an Motörhead – aber nur im entferntesten Sinne.
Beim Hören der Scheibe wartet man eigentlich nur, dass der langsame Trott etwas unterbrochen wird. Das passiert zum Glück an einigen Stellen und z.B. der ganze Song „Eternal Black“ ist auch noch recht schnell ausgefallen. Wenigstens das! Für Leute, die es gerne auch mal einen Gang langsamer mögen ist diese Scheibe sicherlich was, aber wer jetzt eine durchweg agierende Hochgeschwindigkeitsattacke erwartet wird gnadenlos enttäuscht. Auch die Soundqualität ist jetzt nicht unbedingt erwähnenswert, aber wenn man sich die ganze CD bei hoher Lautstärke anhört – und Metal muss man nun mal laut hören – dann quittieren die Ohren gerne ihren Dienst. Also doch lieber leiser hören.

18.09.2004

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1 Kommentar zu Damnation - Destructo Evangelia

  1. dorn sagt:

    schon mal was vom 80er black metal gehört, wie ihn damals bands wie venom, celtic frost, hellhammer und sodom gespielt haben? anscheinend nicht, denn damnation (bestehend aus mitgliedern von unanimated und entombed) hauen genau in diese kerbe: rockig und rotzig gehts hier zu, der alte sound wird aber noch um ein paar blasts und soli erweitert. die riffs sind lässig und treten arsch, die produktion ist rau und dennoch klar. sicher viel neues geboten wird hier nicht, dafür aber qualitativ duraus hochwertige kost, die so manchem old-school-bm-fan munden sollte

    8/10