Earth Crisis - Salvation Of Innocents

Review

Was gibt es über EARTH CRISIS noch zu sagen, was nicht an anderer Stelle schon zigmal gesagt wurde? Eigentlich nichts. Die einzige Frage, die es zu klären gibt, ist: „Was haben EARTH CRISIS noch zu sagen?“ Also in musikalischer Hinsicht, denn textlich dreht es sich, nach dem konzeptionellen Ausbruch zu „Neutralize The Threat“, wieder um Tierschutz- und recht.

Die Antwort darauf fällt nach zig Hördurchläufen des neuen Full-Length „Salvation Of Innocents“ immer gleich aus: nicht viel eigentlich. Oder zumindest nichts, was unzählige Vertreter dieser Spielart heutzutage nicht mindestens genauso gut, wenn nicht sogar spannender hinbekommen. Und ob man es sich eingestehen will oder nicht, die Band lebt von ihrer Vergangenheit, der einstigen Vorreiterrolle und dem ganzen Trara, das um sie gesponnen wurde. Schon das Re-Union-Album „To The Death“ hat gezeigt, dass EARTH CRISIS im Hier und Jetzt im Grunde nur noch eine Band von vielen ist, die metallischen Hardcore spielt.

Dabei gehören sie sicher nicht zu den schlechtesten Vertretern. Nummern wie der Opener „De-Desensitize“, das drauf folgende „Out Of The Cages“ oder „Depraved Indifference“ vermitteln beispielsweise alle eine frische Spielfreude, die gepaart mit gutem Songwriting, durchaus ansteckend ist. Ebenso ist die Band um kleine Variationen bemüht. So schleicht sich bei „Shiver“ so etwas wie ein clean gesungener Chorus in das ansonsten schleppend vorgetragenen Stück ein und auch das knackige „No Reason“ bekommt eine Art cleanen Refrain verpasst. Solche Ausbrecher aus dem sonst vorherrschenden Mid-Tempo stehen EARTH CRISIS gar nicht schlecht zu Gesicht. Die Vorab-Single „The Morbid Glare“ ist angeblich sogar der schnellste Track, den EARTH CRISIS je geschrieben haben. Allerdings findet sich darüber hinaus nicht mehr viel Erwähnenswertes, denn die andere Hälfte der zwölf Songs geizt meist mit herausragenden Ideen und versumpft deshalb irgendwo im gehobenen Mittelmaß. Kann man sich schon geben, man verpasst aber auch nichts, wenn nicht.

Um das Ganze ein wenig spannender zu gestalten und um das lyrische Konzept auch optisch umzusetzen, haben EARTH CRISIS noch eine ganz nette Idee parat. Das Album wird nämlich zeitgleich mit der fünften Ausgabe des Comic-Buchs „Liberator“ veröffentlicht, welches die Lyrics von „Salvation Of Innocents“ zum Leben erwecken soll. Sowohl das Comic, als auch das Album teilen sich dabei dasselbe Cover. Durchaus eine interessante Sache.

Musikalisch aber bleibt ein Album, das etwas über dem Durchschnitt angesiedelt ist und somit (mal wieder) nicht über die sechs Punkte hinauskommt.

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19.02.2014

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