Gernotshagen - Weltenbrand

Review

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Im durch viele mittelmäßige Bands stark in Mitleidenschaft gezogenen Heiden-Genre erscheinen die Thüringer GERNOTSHAGEN als regelrechter Lichtblick. Vier Jahre nach ihrem letzten regulären Studioalbum „Märe aus wäldernen Hallen“ veröffentlichen sie nun das wegweisende dritte Album „Weltenbrand“. Und mit diesem Werk schreiben sie ihre Erfolgsgeschichte fort.

Es sind vor allen Dingen die Melodien, die eine erhabene, fast majestätische Epik ausstrahlen und den Hörer schnell in ihren Bann ziehen. Diese Melodien transportieren und vermitteln unterschiedliche Emotionen und Stimmungen, und lassen denjenigen, der sich der Musik öffnet, tief darin eintauchen. Es wird eine Atmosphäre erschaffen, der man sich kaum entziehen kann. Sie ist besinnlich, romantisch, dann wieder nachdenklich und melancholisch oder kriegerisch und aufrüttelnd, versteht aber in jeder Phase mitzureißen.
Damit sich ebenjene Atmosphäre entwickeln kann, wird ihr in den einzelnen Songs auch entsprechend Raum gegeben. Melodien, und die Abschnitte, die auf ihnen aufbauen, werden entsprechend ausgereizt, sind aber dennoch stets variantenreich genug, um Längen zu vermeiden. Obgleich mehrere Songs die sieben-Minuten-Marke sprengen, sind sie auf ihre Art kurzweilig genug, um den Hörer beständig bei Laune zu halten.

Wie bei allen Alben, bei denen vor allen Dingen die Gesamtheit der Melodien die Atmosphäre bestimmt und die Stücke in dieser Hinsicht aufeinander aufbauen und zusammenwirken, ist es schwierig, spezifische Anspieltipps zu nennen. Wer erst mal Eindrücke von dem Werk gewinnen möchte, dem empfehle ich in den imposanten Titeltrack, das vielschichtige „Blinde Wut“ oder das episch-hymnische „Thursenhain“  reinzuhören. Sie stehen stellvertretend für eine hohe kompositorische Qualität, die sich durch das ganze Album zieht.

Auf der technischen Seite, die insgesamt ohne Mängel ist, muss ich vor allen Dingen den vielseitigen Gesang von Askan loben. Seine harschen Vocals sind variabel und ausdrucksstark, während der cleane Gesang mit ein wenig Pathos die Epik forciert oder in hymnischen Abschnitten die majestätische Atmosphäre auf den Höhepunkt treibt.

Natürlich sprechen GERNOTSHAGEN keine Fans von Humppa-Metal oder brachialem Battle-Pagan an. Freunde naturnaher und mystischer Heidenklänge, die auf vielschichtiger Epik, tiefgründigen Lyrics und berauschender Atmosphäre gründen, finden dagegen mit „Weltenbrand“ eines der gelungensten Alben des Jahrgangs 2011 vor.

15.04.2011

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