Harpyie - Willkommen Im Licht

Review

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Neue Bands, die den Mittelalter-Rock und -Metal für sich entdeckt haben, kommen immer mehr aus ihren Löchern gekrochen. Eigentlich ja keine schlechte Sache, denn eine gewisse Hörerschaft ist vorhanden – was nicht erst seit den Erfolgen von IN EXTREMO oder SALTATIO MORTIS bekannt ist. Leider bleibt bei vielen dieser Gruppen die Qualität auf der Strecke. Und im Falle des neuen Albums von HARPYIE ist wieder solch ein Fall eingetroffen.

Manchmal muss man besonders aufhorchen, wenn eine Band mit schickem Digipak und gut produzierten Videoclips um die Ecke kommt. Wenn dann noch ein paar bekannte Gäste wie der Hauptmann von FEUERSCHWANZ oder Albert Dannenmann von BLACKMORES NIGHT ihr Stelldichein geben, könnte man als Hörer schon beruhigt sein. Leider weit gefehlt, denn „Willkommen im Licht“ ist nur eine halbgare Veröffentlichung.

Rein Musikalisch bewegt sich HARPYIE im Schatten von SALTATIO MORTIS und SUBWAY TO SALLY, ohne jedoch deren Qualität zu erreichen. Bereits „Der letzte Held“ vermittelt einen Eindruck, der auf dem ganzen Album bestehen bleibt: Absoluter Durchschnitt mit sägenden Gitarren und einem Sänger, der noch so einiges lernen muss. Nein, vielleicht muss er nichts mehr lernen, doch an seinem Gesang sollte Aello die Windböe einfach noch arbeiten. Schwer zu sagen, ob da noch Potential vorhanden ist, das kann man live besser austesten. Auf dem Album kann er jedoch nicht überzeugen, auch wenn der Hauptmann von FEUERSCHWANZ hier Unterstützend agiert.

Dann zu der Musik an sich: Bis auf die gut gespielte Geige von Mechthild Hexengeige, bewegen sich HARPYIE im Niveau einer Newcomerband, die erst seit ein paar Monaten zusammen spielt. Es wird nicht so sein, aber ein gewisser naiver Eindruck wird einfach vermittelt. Die Gitarrenläufe überzeugen nicht, sondern sägen vor sich hin, allerdings sind die Harmonien gut ausgearbeitet. In ruhigen Momenten weiß die Band besser zu gefallen, wie z.B. bei „Mädchen im Wasser“. Der Sound auf „Willkommen im Licht“ geht soweit in Ordnung. Ab einer gewissen Lautstärke nerven die Gitarren aber einfach und der Gesang leiert eh vor sich hin.

Sorry Leute, aber „Willkommen im Licht“ ist, genau wie sein Vorgänger „Blindflug“, eine schwache Leistung. Auch wenn die Parameter im Umfeld, sprich die Videos, die Gastmusiker und das erwähnte, schön aufgemachte Digipak, vollkommen gelungen sind.

23.10.2013

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