Harpyie - Minnewar

Review

Galerie mit 21 Bildern: Harpyie - Wolfsfest 2018 in Mannheim

Die Band HARPYIE fällt immer wieder durch ungewöhnliche Inszenierungen auf. Sei es das Album „Freakshow“ oder die Wackenauftritte, die dem anwesenden Publikum noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Nach einer ausführlichen Runde auf dem Bandmitgliederkarussell scheint die Band nun ihre Wohlfühlbesetzung gefunden zu haben. „Minnewar“ ist eine Verbeugung an die Bands, die in der Mittelalterszene den Stein ins Rollen gebracht haben.

Nicht neu, aber anders – HARPYIE

Als Opener hat man den Klassiker „Wenn Ich Tot Bin“ von LUNA LUNA gewählt. Deutlich schneller kommt die 2021er Version daher, während der ursprüngliche Charme dieses hoffnungsvollen Songs dabei nicht verloren geht. Gemeinsam mit MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN wird der FAUNsche Track „Tanz Mit Mir“ in ein neues Gewand gekleidet. Wer bereits das Original zweifelhaft fand, wird auch mit dieser Neuauflage keine Freude haben. Für den „Spielmannsschwur“ gibt es sogar Unterstützung von den Schöpfern dieses Must-Haves für jeden Mittelalter-Fan. SALTATIO MORTIS geben sich die Ehre und verpassen der Nummer eine Extraportion Härte, insbesondere die Drums stechen hervor. Das Cover von „Krabat“ ist wirklich eine mutige Sache. Kann man doch kaum den Charme und die gelebte Dunkelheit von ASP kopieren. Es ist gelungen, kommt aber keinesfalls an den ursprünglichen Track heran. Über SANTIANO und „Es Gibt Nur Wasser“ verliere ich an dieser Stelle mal kein Wort, da dieser Song nun wirklich weder was mit Metal, Mittelalter oder auch sonstwas zu tun hat.

Kultstatus in der schwarzen Szene wohnt „Rapunzel“ zweifelsohne inne. Die LETZTE INSTANZ hat mit diesem Track ein absolutes Alleinstellungsmerkmal erschaffen. Die Version von HARPYIE hält sich sehr nah am Original und wirkt daher etwas blass. Die jüngeren Fans werden mit „Thekenmädchen“ von VERSENGOLD zufrieden gestellt. Die Bremer Band hat in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg hingelegt, verdient sich auf dieser Huldigung wiederzufinden. „Blau Wie Das Meer“ gehört mittlerweile wie der Met zu jedem Mittelalterfestival und so feiern auch die Jungs von HARPYIE den Track gebührend ab. Die nächste Nummer ist eine ähnliche Gradwanderung wie ASPs „Krabat“. „Vollmond“ von IN EXTREMO dürfte mittlerweile als Volkslied in der Gothic-Szene bekannt sein. Leider schaffen es HARPYIE nicht, die Stimmung des Tracks wie Micha rüberzubringen. Es bleibt ein kurzweiliges Vergnügen, das bei eingefleischten IN EXTREMO Fans allerdings auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte. Jetzt folgt ein Klassiker auf den anderen. „Kleid Aus Rosen“ von SUBWAY TO SALLY steht auf der Agenda als nächster Beitrag. Besser als die genannten Vorgänger, dennoch fehlt dem Cover einfach die Leichtigkeit und Durchdringlichkeit, die Eric Fish wie selbstverständlich aus dem Hut zaubert. Eine Hommage an SCHANDMAUL bildet dann schließlich den Abschlussakkord. „Willst Du“ kommt auch in der 2021er Version als Ballade daher und versöhnt den geneigten Zuhörer mit dieser Zusammenstellung.

Der Krieg der Genres – „Minnewar“

Ein unterhaltsames Cover-Album, das seine Fans finden wird. Man darf gespannt sein, ob HARPYIE ihre Interpretationen auch live spielen werden. Spaß macht das Teil und darauf kommt es unter dem Strich nun mal an.

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13.06.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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22.09. - 25.09.21Baltic Open Air (Festival)Eisbrecher, Fury In The Slaughterhouse, Stahlzeit, Eluveitie, Alestorm, Grave Digger, H-BlockX, Kärbholz, Torfrock, Russkaja, Feuerschwanz, Wind Rose, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Elvenking, Asenblut, Harpyie, Drunken Swallows, UpToYou, 20 For Seven und ArtefucktWikingerland - Haddeby, Niederselk

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