Illudium - Ash Of The Womb

Review

ILLUDIUM entführen uns mit “Ash Of The Womb“ auf eine schwere und steinige Reise. Das Debüt entwickelt sich früh zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Denn die Truppe kreiert musikalische Landschaften und fängt die Magie der Musik gewissenhaft ein.

Das Märchenland von ILLUDIUM

Selbstverständlich erfinden ILLUDIUM das Rad nicht neu. Doch die Arrangements und die künstlerische Umsetzung zeigen, welche spirituelle Kraft im Klang stecken kann, sollte man sich die nötige Zeit und Ruhe gönnen. Denn diese benötigt “Ash Of The Womb“ auf alle Fälle und das, obwohl das Album mit knapp 45 Minuten Laufzeit noch im Durchschnitt liegt.

“Aster“ macht Ausflüge ins Shoegaze-Genre und erschafft einen Teppich des Dooms, der jedoch nicht zu dominant in den Vordergrund rückt. Dafür sorgt die energische Stimme von Shantel Amundson, die den Song wieder in seine Schranken weist, bevor dieser ausarten kann.

“Sempervirens“ geht noch mal ein wenig harscher vor, liefert jedoch einige Ruhepausen. Doch eben jene Passagen, die zunächst unaufgeregt wirken, machen einen wichtigen Teil des Albums auf. “Atopa“ thront königlich über den anderen Tracks, wobei sich samtweicher Gesang und steinharter Post-Rock abwechseln.

“Ash Of The Womb“, das musikalische Minenfeld

ILLUDIUM haben ein Talent darin, ihre Songs explodieren zu lassen und zwar meist unvorhergesehen. “Where Death And Dreams Do Manifest“ schwenkt urplötzlich um und wird zu einem instrumentalen Gemetzel, das Schwindel verursacht. Die ruhige Seite des Albums erinnert dagegen an die Psychedelic-Rock-Band KHRUANGBIN, wodurch sich ein wenig Funk und Soul in “Ash Of The Womb“ einschleicht.

Lange Entspannungspausen bietet das Album jedoch nicht. Zwar baut sich durch flotte Riffs ein psychedelischer Charakter auf, doch die unbeständige Spielweise und stetige Atmosphärenwechsel wecken die vom Sound beruhigten Gemüter wieder auf.

ILLUDIUM ist magisch

ILLUDIUM wissen, wie man Traumwelten erschafft und wie hypnotisierend diese ihre Wirkung entfalten. Keine Stelle ist überflüssig oder gar uninteressant. Die Band kombiniert verschiedene Genres miteinander, ohne den roten Faden zu verlieren und schicken Hörende auf eine einnehmende Reise.

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20.10.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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