Lyriel - Skin And Bones

Review

Von Lyriel hat mich in der Vergangenheit besonders „Wenn die Engel fallen“, welches mit Thomas Lindner von SCHANDMAUL aufgenommen wurde, begeistert. Dementsprechend erfreut war ich, als ich die Band im aktuellen Verteiler mit ihrem fünften Studioalbum „Skin And Bones“ vertreten fand. Dieses strahlt dem Hörer schon beim ersten Durchgang in vielfältigen Facetten entgegen. Die gehen über die der Band oft zugeschrieben Genre-Zuordnungen Gothic Metal, Rock und Folk  hinaus.

Das Album beginnt mit der Single „Numbers“ als kraftvoller  Song mit Ohrwurm-Charakter. Hier zeigt sich die Band vor allem von ihrer härteren, rockigen Seite. Selbiges gilt für „Falling Skies“, „Skin And Bones“, „Worth The Fight“ und „Running In Our Blood“. Doch auch die sanfteren Pfade verlassen LYRIEL nicht. „Days Had Just Begun“ ist eine kraftvolle Ballade, mit sich steigerndem Aufbau, die bei mir teilweise sogar ein NIGHTWISH-Feeling erzeugen konnte. In eine ähnliche Richtung gehen „Your Eyes“, die fast schon traditionell-englisch anmutende Nummer „Astray“, bei der sehr schön aufs Cello gesungen wird, und das gleichfalls im Aufbau gesteigerte „Dream Within A Dream“.

So wie die verschieden gearteten Songs variiert auch die Stimme von Sängerin Jessica Thierjung zwischen rockig-kraftvoll und emotional-sanft. Wer jetzt allerdings vermutet, dieses spannungsvolle Wechselspiel wäre alles, was „Skin And Bones“ ausmacht, der irrt gewaltig! Auf „Black And White“ holen sich LYRIEL mit Gastsänger Christian Älvestam (ex-SCAR SYMMETRY, SOLUTION .45) männliche Unterstützung mit ins Boot – und liefern ein ansprechendes Duett ab, das neben Älvestams Clear-Vocals, die Ohren des Hörers ebenso mit frischem Grunt-Wind durchpustet. Darüber hinaus gibt es mit „Dust To Dust“ eine Nummer, deren Refrain in den melodisch-fröhlichen Country-Bereich geht und das deutschsprachige „Der Weg“.

LYRIEL zeigen also mit „Skin And Bones“ Vielseitigkeit, aber auch Charakter. Der wird vor allem durch die immer mal wieder einsetzende Mehrstimmigkeit repräsentiert, aber auch durch den ständig wiederkehrenden Einsatz von Geige und Cello, wobei besonders die Violine viele Songs dominiert und sogar Bass und Gitarre ein wenig in den Hintergrund treten lässt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Zum absoluten Klassiker hat es trotzdem nicht ganz gereicht.  Die große Gänsehaut-Nummer wie „Wenn die Engel fallen“ habe ich nicht gefunden. Und trotz zahlreicher guter Songs und der gelobten Vielseitigkeit fehlt „Skin And Bones“ etwas, das sie wirklich dauerhaft herausragen und im Gedächtnis verweilen lässt, wie das bei „Leverage“ der Fall war.

LYRIEL stehen insgesamt für Vielseitigkeit, kraftvolle Lines, den gekonnten Einsatz von Streichern in Kombination mit „härteren Instrumenten“ und Emotionalität – wer sich hier angesprochen fühlt, kann gerne zugreifen!

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18.09.2014

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