Meloco - Roots

Review

Die, wenn man den Hörern von „Star FM“ Glauben schenken mag, „beliebteste Band Frankens” ist zurück. Sagt die Verleihung ausgerechnet dieses Titels an ausgerechnet diese Band nun mehr über Franken oder über die Hörer von „Star FM“ aus? Wurden besagte Hörer möglicherweise mit MELOCO-Bier oder gar MELOCO-Parfüm (beides gibt es laut Pressetext) bestochen? Und wie zur Hölle haben diese Jungs es geschafft, an J. B. O. vorbeizuziehen?

Sehr viel Wind um unterste Durchschnittskost

Und dann hört man das neue MELOCO-Album „Roots“ und merkt: man ist ihnen in die Falle gegangen. Man hat sich einen Absatz lang den Kuriositäten-Ködern hingegeben, mit deren Hilfe hier von der Musik abgelenkt wird. Die ist nämlich wirklich ziemlich scheußlich.

Man kann diesen absurden Ritt, der heißt, wie ein sehr gutes SEPULTURA-Album, als „Reise durch die Genres der Musikwelt“ bezeichnen. So verfährt der beiliegende Promotext. Oder man bleibt einfach bei der Wahrheit: MELOCO machen sehr viel Wind um ihre unterdurchschnittliche Nu Metal-Interpretation, die ihre ständigen Trendanbiederungen (Pop, Rap, Trap) mit aller Macht als Scheuklappenfreiheit  verkaufen möchte.

Der schmerzhaft ideenlose und flach produzierte Trancecore-Verschnitt „Wonderland“ hätte es selbst bei ESKIMO CALLBOY höchstens zur B-Seite gebracht. „Meilenweit“ (als „erste deutsche Textkomposition“ angeteasert) siedelt sich mit Geschmackssicherheit im Minusbereich zwischen UNHEILIG und den BROILERS an: „Mein Herz funktioniert wie ein Uhrwerk – es schlägt, ja es schlägt!“ Und dann ist da noch BB THOMAZ aus dem ESC-Vorentscheid – gestern noch in NYC, heute schon in Nuremburg-Centrum.

Unsauber produziertes Trendhopping ohne Ideen

Zwischendrin gelingen MELOCO vielleicht zwei nicht ganz desolate Alternative Metal-Nummern. Der Rest ist unsauber produziertes Trendhopping ohne Ideen und mit einer, gemessen am Gesamtprodukt, beeindruckenden Nonchalance.

Noch einmal maximalen Fremdscham verursacht der letzte Steigbügelgriff „A Tiger From The Start“, der den „Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg“ (ja, die heißen mittlerweile wirklich so) gewidmet ist. So eine Hymne hätte noch nicht einmal der FC Bayern verdient.

26.04.2019

What has to happen in a person's life to become a critic anyway?

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31 Kommentare zu Meloco - Roots

  1. nili68 sagt:

    Ich stell mal ’n Microfon bereit, falls ich wieder Blähungen bekomme. Wenn sowas veröffentlicht wird..

  2. notPeteSteele sagt:

    …und ich dachte, das „Telltale“-Video wäre das schlimmste, was ich mir am heutigen Tage angekuckt habe…

  3. Silv_Alveole sagt:

    Ich lese immer mal wieder die Rezensionen auf metal.de und meistens wundere ich mich über eure stümperhafte Art zu schreiben, aufgrund komplett subjektiver Meinungsäußerung. Und nachdem ich dieses Review gelesen habe ist es nun mal Zeit, dass ich Krtitik äußere:

    Es ist abolut verhersehbar, dass bei euch alles, was irgendwie als „kommerziell“ betitelt werden kann, gnadenlos heruntergemacht wird. Kommerziell ist bei euch folgendes: Abweichen von traditionellen Metal-Rezepten, Stil-Mix mit zeitgenössischen Musik-Genres, Synthesizer etc.. Immer kommt ihr mit eurer „Kommerz“-Keule, was bedeutet „ist scheiße“. Ich finde das sehr einseitig und eben auch überhaupt nicht objektiv, ausserdem (entschuldigung) ist das voll 1998. Wenn ihr keine Platten reviewen könnt, die von dem Abweichen, was man aus den gewohnten Metal-Genres kennt, dann lasst es doch einfach bleiben. Fremdschämen tu ich mich hier in erster Linie für den Reviewer. Ihr könnt hier nur Schubladen aufmachen und Musik reinstecken – was nicht passt wird heruntergemacht. Ich hoffe, dass man in der Metalszene inzwischen jenseit dieser Website weiter ist – oder herrscht hier (immernoch) die absolute Intoleranz gegenüber allem was nicht „typisch Metal“ ist? Den Geist mal öffnen und mal einen kleinen Blick über den Tellerrand wagen würde ich empfehlen. Wenn das nicht klappt, unternehmt doch mal ne Reise in andere Länder, da ist die Szene wesentlich bunter. Ebenso wünsche ich mir mehr Objektivität bei den Rezensionen der Platten, die euch anvertraut werden.

    Das musste mal gesagt werden – wollte ich bereits unter die letzte Within-Temptation-Rezension schreiben.
    Zu eurer Info: diese Kritik ist völlig unbefangen und unabhängig – ich bin mit keinem Bandmitglied von Meloco verwandt oder verschwägert 🙂

    1. Nether sagt:

      Ich kenne kein Rock/Metal-Magazin (Online oder Print), das so breit aufgestellt ist wie metal.de.
      Zudem seh ich im obigen Review nicht in einem Satz die von dir heraufbeschworene „Kommerz-Keule“.
      Der Tellerrand wurde schon in vielen Reviews und Specials weithin überblickt. Manchmal sogar zu weit für meinen Geschmack.
      Der Verfasser empfindet die Platte als unterdurchschnittlich und das kann ich ihm nicht verübeln. Selbst für New Metal (oder was auch immer das darstellen soll) ist das echt schwer zu ertragen. Aber süß wie du „mehr Objektivität bei den Rezensionen“ verlangst. Selbst objektiv wird aus der Platte kein Hitalbum.

      1. SiriusVI sagt:

        Sorry, aber das stimmt einfach nicht. Der Autor spielt ganz klar auf darauf an, dass Meloco hier irgendetwas bedienen will:

        Zitat: „Der Rest ist unsauber produziertes Trendhopping ohne Ideen“

        „Der Verfasser empfindet die Platte als unterdurchschnittlich und das kann ich ihm nicht verübeln. “
        Unterdurchschnittlich im Vergleich zu was? Zu Sepultura? Zu Metallica? Zu In Flames vor Reroute to Remain? Naja, wenn ich DAS möchte und dann „Roots“ bekomme, dann bin ich natürlich nicht begeistert. Aber das ist ja das Problem an der Sache: Wenn man so ein Album einigermaßen objektiv bewerten möchte, dann muss man doch wenigstens ansatzweise das Subggenre im Auge behalten. In ihrem Subgenere sind Meloco ganz sicher nicht unterdurchschnittlich.

        Und wenn du meinst, dass das „New Metal“ sei, was die Jungs machen, dann sehe ich das mal als Bestätigung für meinen Verdacht, dass auf dieser Metal.de offensichtlich die falschen Leute für die Reviews beauftragt werden.

  4. SiriusVI sagt:

    Lieber Tobias,

    Dein Review zu Melocos „Roots“ ist wahrscheinlich eine der stümperhaftesten Rezensionen, die ich je gelesen habe. Du wirfst hier mit Adjektiven wie „absurd“, „scheußlich“ und „ideenlos“ um dich und schaffst es dabei nicht, plausibel zu erklären weshalb Roots diese Adjektive verdient. Aber ich schätze, genau das passiert, wenn so richtige True Metaller wie Du, also so richtig böse Jungs, die sich das Gesicht mit weißer Schminke – ähm Sorry, „Corpse Paint“ – anmalen und umgekehrte Kreuze auf dem Penis tätowiert haben, versuchen, ein Album zu rezensieren, das nicht vor 1980 veröffentlicht wurde.
    Du scheinst ja auch jemand zu sein, dem alles von In Flames nach Clayman zu modern ist. Was sollen die denn machen? Das selbe Album in Grün zum 10. Mal veröffentlichen? Wenn dem so ist, weshalb reviewst Du dann überhaupt Alben, die in diesem Jahrhundert veröffentlicht wurden und eben auch danach klingen? Wenn ich keine Country Musik mag, dann maße ich mir auch nicht an, ein Country Album fair zu rezensieren.

    Ich hab mir das „scheußliche Album“ eben angehört. Die Platte ist ordentlich produziert und von den Songs her durchaus toll, für Leute, die auf diese Art Musik stehen. Auf einer fairen Skala von 1 bis 10, auf der 10 ein absolutes Meisterwerk und 1 quasi unhörbar ist, verdient „Roots“ von Meloco mindestens 5 Punkte. Das versteht jeder, der solche Musik auch in der Freizeit hört. Das Album kann womöglich mit den besten Bands dieser Stilrichtung nicht ganz mithalten, und es wäre durchaus fair zu schreiben, dass Roots nicht besser als der Durchschnitt dort ist. Aber unter einem 3-Punkte-Album verstehe ich etwas anderes.

    Ich persönlich gebe dem Album 7 Punkte. Die Platte kann man sich auf jeden Fall mal anhören. Meloco trauen sich hier was und einige der Songs gehen so richtig ins Ohr. Das einzig peinliche ist dieses Review, das den Eindruck macht, als habe es ein 16-jähriger, halbstarker Teenager geschrieben, dessen musikalischer Horizont nicht übers Kinderzimmer hinaus geht.

    7/10
  5. BlindeGardine sagt:

    Sonst belächle ich sowas ja als Verschwörungstheorie, aber hier muss ich mich auch fragen…Doppelanmeldung? Gleich zwei lange Empörungstexte über eine 3 Wochen alte Rezension zum Album einer vollkommen unbedeutenden (im Sinne von: kennt die wer?) Band, die so ziemlich ins gleiche Horn tuten? Oder haben die Ice Tigers Nürnberg doch so viele Fans?

    Die Mucke ist halt auch nicht toll, der Sänger muss sich ja im Video selbst konstant das Lachen verkneifen. Und nope, kein verbohrter Traditionalist hier, weite Teile meiner musikalischen Sozialisation haben während der Nu Metal und frühen Metalcore-Welle stattgefunden und ich kann mich durchaus für „modernen“ Metal begeistern. Das hier ist aber einfach nicht gut.

    1. SiriusVI sagt:

      @BlindeGardine,

      Nein, das war keine Doppelanmeldung, aber ich kenne die Person, die den vorherigen Kommentar verfasst hat und als ich das gelesen hatte, hab ich mir das Album mal angehört und musste dann einfach auch meine Meinung sagen. Ice Tigers Fan bin ich auch nicht, ich interessiere mich gar nicht für den Sport.

      Ich fand das Review einfach so dermaßen unterste Schublade, dass ichs nicht ignorieren konnte. Außer groß Phrasen zu dreschen, hat der Autor ja keinerlei Erklärungen dazu geliefert, was denn nun genau so schlecht an dem Album ist. Mal ganz ehrlich jetzt, was macht dieses Album denn schlechter als den Durchschnitt in dem Genre? Ich kann ja verstehen, wenn man nicht davon begeistert ist, aber aber das rechtfertigt auf einer 10-Punkte Skala noch keine 3 Punkte und schon gar nicht derlei Bashing, wie in diesem Review.

      Aber klar, wenn man selbst dem neuen In Flames Album nur 5 Punkte gibt (was der Autor getan hat), dann wundert mich das nicht. Das zeigt mir letztlich nur, dass der Autor hier wohl einfach generell mit moderner Musik wenig anfangen kann. Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass es moderne Musik auf dieser Seite sehr schwer hat.

      Da Du ja sagst, dass Du dich für moderne Musik begeistern kannst, dann sag mir doch: Meinst Du denn Ernsthaft, dass das Album nur 3 Punkte verdient hat und als „scheußlich“ bezeichnet werden kann? Du sagst, es sei „nicht gut“, aber „nicht gut“ sind meiner Meinung nach trotzdem noch 5 Punkte. Eben nichts weltbewegendes, aber auch nicht besonders schlecht.

      1. nili68 sagt:

        Jetzt mal Hand auf’s Herz.. was hast du mit der Band zu tun? Ich war gerade auf Youtube und das ist, obwohl ich Metalcore, Trancecore, whatever mag, wirklich Müll. An so viel Fanboytum will ich einfach nicht glauben..

      2. BlindeGardine sagt:

        Ob das nun 3 oder 5 Punkte sind ist doch nun wirklich vollkommen egal, ist mMn beides im Dunstkreis von „nicht gut“ und ich würde damit nicht meine Zeit verschwenden. Ich kenne auch nicht das ganze Album, weshalb ich hier fairerweise keine Note vergebe, aber das was ich gehört habe reicht mir um nicht mehr hören zu wollen.
        Und auch mit der Benotung der neuen In Flames, die übrigens bei vielen Magazinen nicht besonders gut weggekommen ist, gehe ich absolut d’accord. Das hat auch nichts mit der Modernisierung des Sounds nach „Clayman“ zu tun, sonder einfach damit, dass die letzten 3-4 Alben einfach ziemlich belanglos waren. Gleiches gilt für die aktuelle Within Temptation,
        Es gibt genug „moderne“ Bands, die hier gut bis sehr gut weg kommen und das auch zu recht, die Gurken hier gehören aber, ebenfall zu recht, nicht dazu.

      3. SiriusVI sagt:

        Ich finde das überhaupt nicht belanglos. 3 Sterne ist ziemlich mies, 5 Sterne ist immerhin durchschnittlich.

        Und da siehst du mal wie Meinungen auseinander gehen können. Die neue Within Temptation ist meiner Meinung nach das Beste Album, das die je produziert haben. Die Neue in Flames finde ich auch unglaublich gut. Weitaus esser als alles was vor Clayman kam.

        Das bedeutet nicht, dass meine Meinung mehr wert wäre als deine, es bedeutet nur, dass man offensichtlich den Style mögen muss, um so ein Album im „proper context“ einordnen und bewerten zu können. Denn dieser Sound, den Du an diesen modernen Platten störend findest, ist genau das, was Leute wie ich daran gut finden. Ich will, dass die Platten so klingen. Genau deshalb würde ich ja auch kein Within Temptation Album von vor 10 Jahren reviewen, weil ich genau weiß, dass mir die Musik nicht gefallen würde, anderen (die auf Folk Metal / Symphonic Metal) stehen, aber durchaus.

      4. SiriusVI sagt:

        @nili68

        Ich habe nichts mit der Band zu tun. Ich komme aus derselben Region, deshalb hab ich schon mal was von denen gehört. Ich kannte eigentlich nur ein Musik Video von denen, das ich recht gut fand (nicht die Ice Tigers Hymne, die kannte ich auch noch nicht). Ich hab Meloco auch noch nie live gesehen und bin auch kein Fan. Ich bin über einen Facebook link auf ein positives Review zu dem Album gestoßen, wollte ein bisschen weiter lesen und dann kam ich schließlich hier an.

        Die Rezension ist einfach so übertrieben, überheblich und dermaßen stümperhaft geschrieben, dass es fast schon komisch ist. Wenn man auf diesen modernen Sound nicht steht, wenn man „Trancecore“ für ein Schimpfwort hält (und btw. Meloco ist definitiv kein Trancecore, also bitte), dann ist eine Rezension einfach wertlos und nichtssagend. Der Autor hätte auch einfach schreiben können: „finde ich doof“. Das hätte sogar noch mehr Wert als dieses kindische rumgeschwafel.

  6. Sane sagt:

    Ich habe das Video mal wieder nur bis 10 Sekunden des Refrains geschafft zu hören. Dann hat Fred Durst angerufen, er will seine Lächerlichkeit zurück.
    Auf Marder-tour nehm ich die jedenfalls nicht mit..
    Was ein widerliches zeuch.. Wie Klopfer, nur ohne Alkohol.
    Das hat auch nix mit Tellerrand zu tun, die Band ist einfach nicht gut. Manchmal geht es einfach um Qualität und die kann der Rezensent hier eindeutig besser einschätzen als Fanboys.

    1. SiriusVI sagt:

      „Dann hat Fred Durst angerufen, er will seine Lächerlichkeit zurück.“

      Den Witz hast du dir jetzt aber auch aus dem letzten Jahrhundert geklaut. Naja, ein Lied anhören und sich dann ne Meinung zu nem Album bilden ist natürlich auch ne Kunst, das muss ich dir lassen.

      Und ich habs zwar an anderer Stelle schon gesagt, aber es gibt einfach Leute, die genau diesen Sound wollen. Weil du Limp Bizkit ansprichst: Wenn du Rap Metal nicht magst, dann brauchst du auch kein Limp Bizkit Album zu rezensieren. Klar findest du das dämlich. Fred Durst aside fand ich Limp Bizkit zum Beispiel früher ziemlich gut und auch heute höre ich mir die älteren Sachen von denen noch an. Wenn das nichts für dich ist, dann ist das doch vollkommen OK, aber ein Rezensent sollte eine solche Band dann eben im Kontext des Genres bewerten. Eine Frage wie beispielsweise: „Wer ist besser: Limp Bizkit oder Cradle of Filth“ zu beantworten ist einfach belanglos.

      1. BlindeGardine sagt:

        Dann verstehe ich nicht, wo dein Problem mit dieser Rezension liegt. Ja, Leute wie du wollen diese Musik genau so hören, der Rezensent und viele andere offensichtlich nicht. Dir ist schon klar, dass man sich als Kritiker nicht immer aussuchen kann welche Platten man bespricht und es auch wenig aussagekräftig wäre, wenn jeder nur das rezensiert, was er ohnehin gut finden wird? Dann hätte man ja am Ende nur noch Platten mit 7-10 Punkten. Und dass Rezensionen zu Musik grundsätzlich eher subjektiver Natur sind ist dir auch klar?
        Weiß nicht, du schießt dich hier finde ich grundlos auf einen Rezensenten ein, weil dir einfach die Bewertung nicht passt. Wenn ich mir so die Platten, die der Herr Kreutzer besprochen hat anschaue, dann ist da schon sehr vieles dabei, was in die Kategorie „modern“ passt und durchaus gute Bewertungen eingesackt hat.

        Und was den etwas abschätzigen Tonfall angeht: hast du mal ein professionelles Magazin in die Hand genommen? Also eines, wo die Schreiberlinge tatsächlich auch ihr Geld damit verdienen? Das RockHard z.B.? Gegen einige Verrisse dort ist das hier ja noch schmeichelhaft. Also ruhig Blut.

      2. BlindeGardine sagt:

        Außerdem: Weiter oben schreibst du, dass du die Band eigentlich nur von einem Video her kennst. Findest du es da nicht etwas dreist den Rezensenten anzupflaumen, der im Gegensatz zu dir wenigstens das ganze Album kennt? Wer sagt dir, dass es dort keinen Trancecore gibt?

      3. SiriusVI sagt:

        „und es auch wenig aussagekräftig wäre, wenn jeder nur das rezensiert, was er ohnehin gut finden wird? Dann hätte man ja am Ende nur noch Platten mit 7-10 Punkten.“

        –> Darum geht es auch nicht. Der Rezensent muss ja nicht Platten rezensieren, die er schon gut findet, aber er sollte Platten von Bands reviewen, die einen Style spielen, der ihm prinzipiell eben gefällt.
        Beispiel: Wenn ich Brutal Death Metal höre dann kann ich doch ein Brutal Death Metal Albumeiner Band ordentlich im Kontext des Genres bewerten. Wenn ich aber mit elektronischer Musik gar nichts anfangen kann, dann bin ich vielleicht der Falsche, um ein Celldweller oder Machinae Supremacy Album fair zu bewerten.

        „Außerdem: Weiter oben schreibst du, dass du die Band eigentlich nur von einem Video her kennst. Findest du es da nicht etwas dreist den Rezensenten anzupflaumen, der im Gegensatz zu dir wenigstens das ganze Album kennt?“

        –> Genau lesen, bitte: ich habe am Anfang nur ein Video gekannt, habe mir aber dann natürlich das ganze Album natürlich angehört, was man ja von den Kommentatoren hier nicht behaupten kann.

      4. BlindeGardine sagt:

        ‚Ich kannte eigentlich nur ein Musik Video von denen, das ich recht gut fand (nicht die Ice Tigers Hymne, die kannte ich auch noch nicht). Ich hab Meloco auch noch nie live gesehen und bin auch kein Fan. Ich bin über einen Facebook link auf ein positives Review zu dem Album gestoßen, wollte ein bisschen weiter lesen und dann kam ich schließlich hier an.‘

        Genau ausdrücken bitte. Mit keinem wort geht hieraus hervor, dass du das komplette album kennst. Ich dadegen habe sehr deutlich gesagt, dass ich es nicht kenne.

      5. SiriusVI sagt:

        Nein, bitte genau lesen:

        „Nein, das war keine Doppelanmeldung, aber ich kenne die Person, die den vorherigen Kommentar verfasst hat und als ich das gelesen hatte, hab ich mir das Album mal angehört und musste dann einfach auch meine Meinung sagen.“

      6. royale sagt:

        @SiriusVI, regnet es bei dir den ganzen Tag oder warum die ganze Mühe?

  7. nili68 sagt:

    Was soll die unverschämte Erwähnung von WITHIN TEMPTATION als Negativbeispiel? Die ist voll super!! 😀 Mach weiter SirusVI, die haben alle keine Ahnung.. 😀

    1. Silv_Alveole sagt:

      Schön, dass ich durch meinen Kommentar hier eine so lebhafte Diskussion auslösen konnte.

      Was die Liebhaber von Verschwörungstheorien angeht: nein, dies ist keine Doppelanmeldung. Nein, ich bin kein „Fanboy“ – allein schon deswegen, weil ich eine Frau bin. Diese saudummen Unterstellungen zeigen einfach, dass ihr hier nicht mit Gegenwind klar kommt. Wer austeilt muss auch einstecken können. Und mir hat es wirklich schon lange unter den Fingernägeln gerannt (ich glaube einige Jahre :D) hier diesen Diskurs auszulösen… was auch absolut geklappt hat, würd ich mal behaupten.

      Was ich zu euren Kommentaren noch beitragen will:

      1. „Der Tellerrand wurde schon in vielen Reviews und Specials weithin überblickt. Manchmal sogar zu weit für meinen Geschmack“ – der zweite Satz sagt ja genau das aus, was ich an vielen „Szeneanhängern“ kritisiere. Nothing more to say.

      2.
      „Gleich zwei lange Empörungstexte über eine 3 Wochen alte Rezension zum Album einer vollkommen unbedeutenden (im Sinne von: kennt die wer?) Band“
      Du machst hier die Bedeutsamkeit einer Band / Musik von deren Bekanntheitsgrad abhängig. Bekannt = wie viele Platten verkaufen die? So – macht euch jetzt noch mal Gedanken zu eurer Einstellung zum „Kommerz“ und darüber ob das wirklich von Genre / Stil oder eher von den Absatzzahlen abhängt (kann man ja mal machen, wenn man es schon immer kritisiert).

      Es wurden jetzt hier sehr oft In Flames und Within Temptation erwähnt… dazu gibt es natürlich geteilte Meinungen und Geschmäcker sind unterschiedlich. Aber ich will euch auch dazu mal nen Gedankenanstoss zu dem Thema „Kommerz“ liefern.
      Was Verkauf und Absatz angeht gibt es den Satz „never change a running system“. Bedeutet – wenn ein Produkt oder eine Marke super Absatzzahlen liefert (was man bei den alten Platten von InFlames und WT behaupten kann), dann sollte man genau das gleiche Produkt weiter liefern und eben den Stil NICHT verändern. Es ist super gewagt die Stammhörer zu verärgern und hier plötzlich etwas neues zu liefern. Zumal in der Welt des Pop und Hip Hop, die aktuell den (wirklich sehr kommerziellen) Musik Markt dominieren, Metal oder Rock ÜBERHAUPT nicht beim Hörer ankommen – völlig wurst wie „radiotauglich“ die Platte gemischt wurde. Hier als Rock oder Metal Band nach Fans fischen zu gehen ist ein ziemlich gewagtes Unterfangen. Als ein „In Flames“ oder „Within Temptation“ist es jedem Marktimg-Experten glasklar, dass es wohl die Risiko-ärmere Variante wäre einfach der Metal-Szene das zu liefern, was sie hören mag (ist ja nicht wirklich schwierig rauszufinden, was das ist). Daher kann man durchaus die Vermutung anstossen, dass es sich beim Einsatz von mehr Pop/Rock Elementen bei beiden Bands eher um eine Art künstlerische Weiterentwicklung handelt, als um kommerzielle Absichten.

      Ich denke das sollte ich auch noch mal unter die WT und InFlames Rezensionen posten 😀 – aber das wäre mein Beitrag noch mal zu dem Thema „Kommerz“

      1. BlindeGardine sagt:

        Hmm, die einzigen, die hier permanent was von kommerz blubbern sind aber doch du und sirius. Auch der vergleich mit in flames und within temptation kam ursprünglich von ihm/ihr und ist ohnehin eine milchmädchenrechnung, da beide bands eine lange etablierte fanbase haben.
        Mir persönlich ist der erfolg einer band auch ziemlich wumpe, mir gehts darum ob die mucke gut ist oder nicht (subjektiv).
        Dazu kommt: nicht die 5 regelmäßigen kommentatoren mit „der metalszene“ verwechseln. Wenn es genug leute gibt, die etwas gut finden, dann werden auch eine schlechte rezension und ein paar negative kommentare am erfolg nix ändern. Sonst hätten eisregen schon längst insolvenz snmelden müssen.

      2. Silv_Alveole sagt:

        @ Blinde Gardine:
        Ja,– mir ging es hier generell darum mal klarzustellen, dass die Argumentation auf metal.de in sehr vielen Rezensionen sehr einseitig ist. Und ich muss dir widersprechen – hier wird eben doch die besagte und beliebte „Kommerz-Keule“ geschwungen: „Trendhopping, „ständigen Trendanbiederungen (Pop, Rap, Trap)“.

        Das hat jetzt gar nicht so viel damit zu tun ob ich Melocos Album mag oder nicht. Die Art der Argumentation, die hier eben häufig angewandt wird, möchte ich einfach nur mal hinterfragen. Diese Argumente erfolgen nämlich (aus meiner Sicht) ohne fundierte Kenntnisse zum Thema „Marketing“, „Trends“ und zum Absatzmarkt der Musikindustrie, was schnell mal wie „Stammtisch-Geschwätz“ rüberkommen kann.

        Vielleicht führen wir meinen Teil der Diskussion dann eher demnächst mal in den Kommentaren zu einer anderen Rezension weiter, bei der mir genau dieses Thema wieder auffällt 😉 dann wird möglicherweise eher klar um was es mir hier geht.

      3. Nether sagt:

        „„Der Tellerrand wurde schon in vielen Reviews und Specials weithin überblickt. Manchmal sogar zu weit für meinen Geschmack“ – der zweite Satz sagt ja genau das aus, was ich an vielen „Szeneanhängern“ kritisiere. Nothing more to say.“

        Da du mich schon zitierst, was gibt es da zu kritisieren? Wenn metal.de ein Spezial zum Beispiel über Dungeon Synth machen wollen, dann sei ihnen das belassen. Das heißt aber nicht, das ich oder auch andere Leser deshalb direkt Dungeon Synth abfeiern müssen. Ist mir nämlich zu viel Tellerand zum Überblicken. Ich hab es nämlich nicht so mit Synthis.
        Genauso muss man nicht jede Band, die eine Gitarre verwendet, gut finden.
        Dieses „Blickt mal über den Tellerrand“ ist auch nichts anderes als „Ihr versteht die Musik einfach nicht!“.
        Doch, tu ich. Ich mag sie aber trotzdem nicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass du auch nicht jede „Gitarrenband“ abfeierst.
        Insofern muss ich der Gardine Recht geben. In anderen Mgazinen fällt sie Wortwahl bei Verissen durchaus heftiger aus.
        Ich laufe auch nicht mit jeder Bewertung auf metal.de konform. So sind die Geschmäcker und das ist gut so. Ansonsten hören wir in 2 Jahren alle nur noch Powerwolf.
        Nothing more to say.

      4. SiriusVI sagt:

        „Dieses „Blickt mal über den Tellerrand“ ist auch nichts anderes als „Ihr versteht die Musik einfach nicht!“.
        Doch, tu ich. Ich mag sie aber trotzdem nicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass du auch nicht jede „Gitarrenband“ abfeierst.“

        Ja aber wieso denkst du dann, dass man ein Album einer Band fair bewerten kann, wenn man das Genre von vorn herein nicht mag? Das trifft ja scheinbar auch auf den Autor hier zu. Der kann ja scheinbar auch nicht viel „mit Synthis anfangen“.

        Ist doch vollkommen OK wenn man dieses Gerne nicht mag, aber dann schreibe ich halt kein Review über ein Album aus dem Genre. Ist das so schwer zu verstehen?

      5. Nether sagt:

        Nein, das ist nicht schwer zu verstehen, funktioniert aber in der Realität nicht. Das würde fordern, dass jeder Rezensent immer Platten aus den Genres bekommt, die ihm am besten gefallen. Selbst wenn das klappen würde, wer sagt denn, dass es bei metal.de überhaupt einen Rezensenten gibt, der diese Platte halbwegs hörbar findet? Wie hier schon erwähnt wurde, gibt es genug Bands aus dem moderneren Bereich, die gut bewertet wurden in der Vergangenheit. Vielleicht ist man sich einig, dass man die Platte kollektiv für schlecht hält?
        Im übrigen gibt es auch Fälle, in denen man sogar ausgesprochener Fan einer Band XY ist und das neue Album abwatscht, weil es einfach langweilig, uninspiriert oder schlicht mies ist.
        Würde dein Beschriebenes Bild von „Fans bewerten ihre liebsten Genres“ machbar sein, ständen unter allen Reviews die Noten 8-10. Meiner Beobachtung nach scheint metal.de immer noch jemanden zu suchen, der Platte xy zumindest noch einen Hauch abgewinnen kann, denn sonst müsste es hier wesentlich öfter 1/10 setzen.
        Andere Magazine praktizieren das so oder lassen für sie nicht relevante Reviews schlicht außen vor.
        Du scheinst die obige Bewertung nur an der Abneigung des Rezensenten gegenüber dem Genre festzumachen.
        Mach es doch mal an der von der Band produzierten Musik fest. Ich hab mich mal ein bischen bei anderen Magazinen umgesehen und viel Positives kam auch da nicht rum.

      6. BlindeGardine sagt:

        ‚Ja aber wieso denkst du dann, dass man ein Album einer Band fair bewerten kann, wenn man das Genre von vorn herein nicht mag? Das trifft ja scheinbar auch auf den Autor hier zu. Der kann ja scheinbar auch nicht viel „mit Synthis anfangen“.‘

        Ich kann ja verstehen, dass man mit manch einer Rezension nicht d’accord geht. Trotzdem werden dem Autor hier vollkommen haltlose Vorwürfe gemacht, die sich mit einem einfachen Klick auf dessen Namen wiederlegen lassen. In seiner Review-History tummeln sich Alben aus dem Dunstkreis „moderner“ Metal (New Metal, Metalcore, Alternative Metal, was weiß ich) und die Bewertungen sind mit Sicherheit nicht alle schlecht. Vielleicht bewertet der Herr Kreutzer hier und da etwas strenger als andere Rezensenten und verteilt dann eher ne 7 als ne 8+, aber mit der Behaupung er könne nichts mit dem Genre anfangen fällt man da wohl offensichtlich auf die Nase. Gleiches gilt für die Synthie-Sache, auch da finden sich entsprechende Gegenbeispiele.
        Tut mir leid, aber du schießt dich hier einfach grundlos und ohne echte Argumente auf jemanden ein, der einfach einer anderen Meinung ist als du.

      7. SiriusVI sagt:

        „Tut mir leid, aber du schießt dich hier einfach grundlos und ohne echte Argumente auf jemanden ein, der einfach einer anderen Meinung ist als du.“

        Also ich habe Argumente geliefert, weshalb ich das Review unterste Kanone finde. Das liegt hauptsächlich daran – ich wiederhole mich – dass der Rezensent selbst keinerlei Argumente liefert, weshalb die Platte in ihrem Genre unterdurchschnittlich abschneidet. Der Autor drischt leere Phrasen, wirft mit Beleidigungen um sich und ist dann wohl zufrieden damit.

        Ich finde keinen einzigen Beleg, keine einzige Ausführung im Text, die mir nachvollziehbar erklärt, was so „scheußlich“, „ideenlos“ oder „unsauber produziert“ ist. Das erwarte ich von einem professionellen Review aber. Dazu ist Herr Kreutzer offensichtlich nicht in der Lage, zumindest nicht in diesem Review.

      8. SiriusVI sagt:

        „Mach es doch mal an der von der Band produzierten Musik fest. Ich hab mich mal ein bischen bei anderen Magazinen umgesehen und viel Positives kam auch da nicht rum.“

        Soso, dann schauen wir mal:

        – Powermetal.de: 4.50 / 10 (http://powermetal.de/review/review-Meloco/Roots,34881.html)

        – DeepGround.de: 4/5 (https://www.deepground.de/music-review/meloco-roots/)

        – Time for Metal.eu: 5.8 /10 (https://time-for-metal.eu/meloco-roots/)

        – Rockmagazine.net: 5 /5 (http://rockmagazine.net/meloco-roots-ein-album-review/)

        Die 4.5 sind die einzige unterdurchschnittliche Bewertung, die ich gefunden habe und diese Wertung ist auch noch im Rahmen, zumal das Review dort deutlich ausführlicher und deshalb auch nachvollziehbarer ist. Ob man dem Album jetzt 5 /5 geben muss sei auch mal dahingestellt, aber im schlechtesten Fall ist es ein durchschnittliches Album, dem wirklich neue Ideen fehlen. Das ist aber never ever 3 / 10.

        „Du scheinst die obige Bewertung nur an der Abneigung des Rezensenten gegenüber dem Genre festzumachen.“

        Ich kenne Herrn Kreutzer doch nicht einmal, woher soll also meine angebliche Abneigung kommen? Ich hab den Text gelesen, mir das Album dazu angehört und musste feststellen, dass er offensichtlich nicht in der Lage ist dieses Album im Kontext des Genres fair zu bewerten.

      9. Nether sagt:

        „Ich kenne Herrn Kreutzer doch nicht einmal, woher soll also meine angebliche Abneigung kommen? “
        An seiner Abneigung gegenüber dem Genre (zumindest nach deiner Einschätzung), nicht deine Abneigung gegenüber Tobias Kreutzer.