Monuments - Phronesis

Review

Soundcheck Oktober 2018# 15 Galerie mit 22 Bildern: Monuments auf dem Summer Breeze Open Air 2016

„Phronesis“. Die Vernunft, die Klugheit, bestechend durch ein angemessenes, bedachtes Handeln unter Berücksichtigung aller für den Fall vorliegenden Faktoren (negativ sowie auch positiv). Die Progressiven Metaler MONUMENTS wählen mit bedacht, wählen für ihr neues Album einen Namen der schon seit einigen Jahren in ihren Köpfen geistert und nun offensichtlich die perfekte Bezeichnung dieser Veröffentlichung darstellt.

MONUMENTS: Vertonte Vergangenheitsbewältigung

Die Briten nahmen sich nach „The Amanuensis“ Zeit. Zeit, um sich einer Konfrontation ihrer bisherigen musikalischen und nicht-musikalischen Stationen im Leben zu unterziehen. „Phronesis“ leistet Verarbeitung, fungiert als eine Art Heilung für die Band und knüpft dennoch nahtlos an alles bisherige an.

Mit dem bitterbösen, düsteren Start „A.W.O.L“ wird ein eindeutiges Zeichen, eine Kampfansage, gesetzt. MONUMENTS sind angriffslustig. Mit mehr als ausgeschlafenen Vocalparts wird sich durch Tracks wie „Hollow King“ geschlagen. Dabei immer wieder im Vordergrund die durchdringend, stilistisch sauberen Screamingparts in Paarung mit den Clean-Vocals.

Zwischen Komplexität und Leichtigkeit

Dabei arbeiten die Briten aber nicht mit aller Gewalt und und ballern einen mit verkopften Djent-und Progressive-Fragmenten zu, sondern präsentieren immer wieder im Verlauf eines Songs -wie zum Beispiel bei „Vanta“ ihre Stärke zu interessanten, ausgefeilten Melodien und Hooklines.

Natürlich bleibt die Vermischung von Metalcore, Djent und Progressive Metal keine einfache Kost. MONUMENTS sind aber auch bei „Phronesis“ sehr darauf bedacht nicht nur ihr rhythmisches Können, sondern weiterhin auch ihre Liebe für melodische Details in Kombination mit grandiosen, songwriterischen Fähigkeiten vollends auszuspielen. Ein Track, wie „Stagyan Blue“, der sich z.B. vocaltechnisch oft im cleanen Bereich aufhält, beweist alleine durch seinen Refrain bestechende Eingängigkeit. Diffus wirkende Songstrukturen  finden immer wieder zueinander. MONUMENTS spielen auf eine starke Art und Weise mit allen Elementen des Genres und setzen ihr Puzzle von Song zu Song zusammen.

„Phronesis“: Anpruchsvoller Fortschritt

„Phronesis“ ist zwar Verarbeitung, aber weitaus mehr Fortschritt als Rückschritt. Zeigt sich düsterer, aber auch reifer  als erwartet und besticht einfach durch sein einheitliches, ineinandergreifendes, kunstvolles Gebilde.  MONUMENTS bleiben djent-typisch vertrackt, bleiben streckenweise innerhalb Ihrer Tracks anspruchsvoll und zuweilen auch kompliziert. Aber haben sich ihre Stärke beibehalten ihren Kompositionen immer wieder Leichtigkeit zu verleihen.

Ja, „Phronesis“ ist bedacht, durchdacht und das auf die gesamte Spiellänge. Die vertonte Wundheilung funktioniert. MONUMENTS machen mit ihrem dritten Release einen weiteren Sprung nach vorne. Stillstand ist nicht vorgesehen und das ist verdammt gut so.

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25.09.2018

It`s all about the he said, she said bullshit.

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1 Kommentar zu Monuments - Phronesis

  1. BlindeGardine sagt:

    Coole sache, normalerweise mach ich um diese art von prog metal einen großen bogen und djent-gegniedel schlägt mich in der regel sofort in die flucht. Monuments sind eine von zwei ausnahmen, haben sie doch gutes und lockeres songwriting auf ihrer seite. Außerdem sind die jungs ne unglaublich gute und sympatische liveband. Ich freu mich drauf.