Neuronia - Follow The White Mouse

Review

Trotz der Tatsache, dass diese Band seit gut sieben Jahren aktiv ist, in ihrer Heimat schon unzählige Gigs absolvieren konnte und die Polen auch veröffentlichungstechnisch längst keine Frischlinge mehr sind, hatte ich bislang noch nie etwas von NEURONIA gehört.

Der Fünfer aus Warschau beschreibt seine Musik selbst als überaus vielschichtig und stellt als Inspirationsquellen die Namen MOTÖRHEAD, METALLICA, SLAYER und SLIPKNOT in den Raum. Nun ja, zumindest die Räude von Meister Kilmister und seiner Truppe lässt sich nachvollziehen, ansonsten tut man sich sehr schwer das Gehörte mit den genannten Referenzen in Verbindung zu bringen.

Ich für meinen Teil kann auf „Follow The White Mouse“ jede Menge an unterschiedlichen Zutaten erkennen, die jedoch nicht wirklich stimmig zusammengefügt werden konnten. Als dominant erweist sich ungemein dreckig intonierter, punk-infiltrierter Metal – nachzuhören speziell im Titelsong, oder „Faster“ – der mitunter fast schon in Crust-Gefilde abdriftet und auf Grund des eher dürftigen Soundkostüms phasenweise im puren Chaos mündet.

Dazu kommen jede Menge Anleihen aus dem Death, Thrash und Heavy Metal, allesamt jedoch unspektakulär in das Gesamtbild integriert, zumindest aber hinsichtlich der Brachialität der Band durchaus nachvollziehbar. Auf der Gegenseite stehen zwar die dunklen, epischen Kompositionen „November Skies“ und „Put Your Dukes Up“, die einen interessanten – wenn auch meiner Meinung nach völlig unpassenden – Gegenpol bilden, doch auch hier fehlt die Intensität, die derlei Songs benötigen.

Spieltechnisch geht die Chose durchaus in Ordnung, auch wenn das Material der Burschen sehr häufig mächtig rumpelig klingt. Wenig berauschend ist die Sangesdarbietung von Maciej „Tektur“ Nawrot, der zwar in den ruhigen Passagen durchaus zu gefallen weiß, ansonsten aber eher in eindimensionalen Gegröhle abdriftet, das zwar in den nicht minder stumpfen Momenten durchaus passt, jedoch alles andere als einen Genuss darstellt.

Warm werde ich mit dieser Band vor allem aber deshalb nicht, weil sie zu viel auf einmal – und das noch dazu meistens unzusammenhängend – kredenzt. Dadurch entpuppt sich allerdings meine erwähnte Wissenslücke in Sachen NEURONIA im Nachhinein als nicht wirklich problematisch.

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13.05.2010

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