Notes From Maelis - The Scars We Share

Review

Mit der etwas klischeehaft betitelten EP „The Scars We Share“ ist den Marburgern NOTES FROM MAELIS ein ziemlich interessanter Einstand gelungen. Seit vier Jahren musiziert man nun zusammen und trotz diverser Besetzungswechsel hat es die Band geschafft, ein sowohl spieltechnisch als auch inhaltlich gehaltvolles Werk abzuliefern, das die Grenzen des stumpfen Metalcore zu sprengen versucht und dem tausendfach gehörten Core-Einheitsbrei den Kampf angesagt hat.

Dies macht es allerdings auch nicht einfach, die Truppe genau einzuordnen. Einerseits sind die Grundzutaten größtenteils im traditionellen Metalcore-Bereich angesiedelt, also Hardcore-typische Brüllvocals (cleane Vocals werden nur sporadisch eingesetzt) und Riffs, die man so auch von den bekannten Szenegrößen her kennt. Andererseits scheren sich NOTES FROM MAELIS wenig um schablonenhafte Songstrukturen, was zwar auf Kosten der Catchiness geht, „The Scars We Share“ aber umso interessanter macht. Man muss dem progressiven Treiben schon etwas genauer folgen, um die Gehirnakrobatik des Quintetts nachvollziehen zu können. Geschickt streuen NOTES FROM MAELIS melodische Elemente ein, um dem Hörer bei der Stange zu halten, die dann aber gerne mit Double-Bass getriebenen Attacken in den Boden gestampft werden. Wenn die Truppe dann noch auf ISIS-mäßige atmosphärische Passagen mit großen eruptiven Ausbrüchen setzt, werden die Augen des Rezensenten ganz groß, auch wenn man qualitativ noch nicht ganz in der gleichen Liga spielt.

Abgerundet wird das Hörvergnügen durch ein gelungenes Artwork und einer durchgehenden Storyline. Wer seinen Metalcore etwas progressiver und atmosphärischer mag und mit Bands wie THE OCEAN oder PELICAN seine Abende verbringt, sollte unbedingt mal in „The Scars We Share“ reinhören!

15.03.2010

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