Olemus - Egod

Review

Vor ca. einem Jahr ließen die Österreicher OLEMUS ihr eher durchschnittliches CCP-Debüt „Passion Fall“ auf das Volk los. Anno 2002 schieben sie ihr drittes Werk „Egod“ nach, welches sich als sehr abwechslungsreich und zeitgemäß darstellt. OLEMUS verschmelzen die beiden Wörter „Ego“ und „God“ zu „Egod“ und weisen damit auf die Zielstrebigkeit hin, die die Band seit Jahren mit sich bringt. „Egod“ klingt um einiges ausgereifter als „Passion Fall“, und dies zeigt sich in erster Linie durch stärkere elektronische Einflüsse, wie es bei dem Vorgänger noch nicht so der Fall war. Am deutlichsten wird das bei „Insane within“ oder auch „Es ist ich“, obwohl letzteres nicht, wie man vermutet, deutsch gesungen wird. OLEMUS haben sich seit ihrem letzten Album stark verbessert. Sie sind musikalisch reifer geworden, abwechslungsreicher und sehr viel differenzierter. Die musikalische Weiterentwicklung durch Verwendung von elektronischen Einflüssen und Samples fällt sehr positiv ins Gewicht. Gesanglich wurde auf „Egod“ sehr viel mehr Wert auf Melodie und Variabilität gelegt. Robert singt jetzt viel dezenter, obwohl er seinen markanten Wechselgesang beibehalten hat. Eine manchmal auftretende Frauenstimme lässt das Ganze auf gesanglicher Ebene sehr abwechslungsreich erscheinen. OLEMUS vereinen wegweisende Elemente aus PARADISE LOST´s „Shades of God“ und DARKSEED´s „Diving into Darkness“ und kreieren daraus eine neue gesunde Mischung mit einer sehr eigenständigen Note. Die Songs vereinen Aggression und harmonisch trauernde Stimmung und genau die sind die richtigen Songs für diese Jahreszeit. Neun Songs die unter die Haut gehen und auch nicht langweilig werden. Schade jedoch, dass diesmal kein Video mit auf der CD dabei ist… OLEMUS haben mit „Egod“ ein fast süchtig machendes Werk abgeliefert, das man sich auch wiederholt oft anhören kann ohne irgendwelche Abnutzungserscheinungen auszumachen. Jedem, der auch schon den Vorgänger mochte, oder solchen, denen allgemein sehr überzeugender Gothic Metal mit elektronischen Einflüssen zusagt, ist „Egod“ sehr zu empfehlen.

26.11.2002

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3 Kommentare zu Olemus - Egod

  1. Kerstin Trinker sagt:

    Die CD ist eine der besten die ich seit langem gehört habe. Echt toll was die Jungs da abliefern. Ich hoffe ich bekomm sie demnächst mal live zu sehen. Weiter so!!!!

    10/10
  2. Anonymous sagt:

    wahrlich keine schlechte cd, gefällt mir eigetnlich ziemlich gut. nicht unbedingt innovativ, aber was solls? btw – ihr debüt liegt schon etwas länger zurück (1996) und hieß ‚bitter tears‘, 1998 kam die zweite cd ‚psycho path‘ und dann erst ‚passion fall‘ und schließlich ‚egod‘ – ein bissi besser recherchieren die herren/damen. mfg, elend…

    7/10
  3. Anonymous sagt:

    you guys are the most extreme band on the fucking planet. listening to your music is like being tied to a chair, waiting for some madman who you can feel breathing behind your neck to rip your soul and body to shreds with his fingers. Dread is only just one word i can pick to describe your music. No other experience in my life, sober or otherwise, is comperable to listening to Olemus. can’t wait for the new album next year.

    9/10