Oppression - No Safe Place

Review

Mit “No Safe Place” serviert die französische Black-Metal-Band OPPRESSION ihr Debütalbum. Die Band selbst sagt über ihren Einstand, dass sie mit dem Album nicht versuchen, etwas besonders Pompöses oder Bombastisches zu schaffen, sondern einfach so direkt und effektiv wie möglich auf die Fresse knüppeln wollen. Gesagt, getan.

„No Safe Place“ zeigt Potenzial

In diesem Sinne beginnt das Album mit dem Titeltrack mit einem Mindestmaß an Ambience, bevor die ersten Blastbeats die Hörer:innen ordentlich in den Schwitzkasten nehmen. Vor allem auf der ersten Albumhälfte zeigen OPPRESSION, dass sie nicht an Schnickschnack interessiert sind und spielen dichten, geradlinigen Black Metal, der nur gelegentlich von ruhigeren Mittelteilen oder gesprochenen Passagen – wie zum Beispiel bei „Psalm For The Fallen“ – etwas aufgebrochen wird.

Nachdem die Franzosen ihren Standpunkt in den ersten paar Songs zementiert haben, gibt es auf der zweiten Hälfte von „No Safe Place“ ein bisschen mehr Dynamik und Abwechslung. Vor allem „Maria Rosenthal“ zeigt, wie viel Potenzial noch in OPPRESSION steckt und sticht mit seinem treibenden Rhythmus und mitreißenden Riffs hervor, aber auch Spielereien mit Synthies und Chören finden ihren Weg auf das Debütalbum. Die bestechen zwar nicht durch maximalen Einfallsreichtum, sind aber immerhin sauber ausgeführt und gut gemacht.

Teilweise schießt die Band gewollt und ungewollt noch etwas übers Ziel hinaus. So zum Beispiel mit „The Call Of The Night“, das dicht an Atmosphäre ist und mit einem mystischen, gesprochenen Teil genau die richtigen Elemente integriert, durch den starken französischen Akzent aber ungewollte Komik hervorruft oder „Nice Death Matters“, dessen Songtitel nicht ganz stimmig klingt und das mit seiner Botschaft über Sex, Drugs & Rock’n Roll und dem Ausruf „let’s rock“ auf dem Album etwas deplatziert wirkt.

OPPRESSION bleiben ihrer Mission etwas zu treu

Mit „No Safe Place“ gelingt OPPRESSION ein solides Debüt, das beweist, dass die Band ihrer Aufgabe handwerklich und technisch mehr als gewachsen ist. Trotzdem bleiben die Black Metaller noch hinter ihrem Potenzial zurück und bleiben ihrer Mission, so schnörkellos und direkt wie möglich statt innovativ zu sein, vielleicht ein kleines bisschen zu treu. Zeitverschwendung ist „No Safe Place“ mit seinen Riffs und Blastbeatgewitter aber auf keinen Fall.

31.01.2026

"Es ist gut, aber es gefällt mir nicht." - Johann Wolfgang von Goethe

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