Ordo Rosarius Equilibrio - Apocalips

Review

Lange lange mussten Anhänger des gepflegten Neofolk auf das neue Album des schwedische Duos ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO warten. Satte drei Jahre hat es gedauert, bis „Apocalips“ das Licht der Welt erblickt hat und glücklicherweise hat die lange Wartezeit auf neues Material nun endlich ein Ende. ORDO ROSARIUS EQUILIBRO zählen uneingeschränkt zu den wichtigsten Bands der Neofolk-Szene und so löst schon alleine die Tatsache, DASS es ein neues Album von Tomas Pettersson und Rose-Marie Larsen gibt, immense Glücksgefühle aus.

Ohne auch nur einen Ton gehört zu haben, fällt zunächst die äußerst ansprechende Gestaltung des neuen Albums auf, das im schicken Glanz-Digipak samt umfangreichen Booklet mit allen Lyrics daherkommt – gerade diese verdienen auch auf „Apocalips“ wieder besondere Beachtung, da Tomas Petterson hier erneut kleine literarische Meisterwerke geschaffen hat, die es verdient haben, beachtet zu werden.

Doch was nutzt all der optische Genuss, wenn der musikalische Inhalt nicht selbiges Niveau hält ? Befürchtungen dieser Art erweisen sich allerdings schon bei den ersten Klängen des Albums als völlig unbegründet – mit „Seduced By The Kisses Of Cinnabar Sweet“ verführt einen schon der erste Song mit seinen romantisch-verspielten Pianoklängen und den charismatischen Vocals. Der Zauber des Openers zieht sich dann wie ein roter Faden durch den weiteren Verlauf des Albums – melancholische Pianoklänge, einprägsame Vocals am Rande des Sprechgesangs sowie düster-militätisch anmutende Percussions und sanfte Akustikgitarren machen „Apocalips“ zu einer wahren Perle des modernen Neofolk. Gezielt bauen ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO immer wieder auch orchestrale Elemente oder Sprachsamples in ihr Soundspektrum mit ein und ersticken so die so oft gefürchtete Monotonie von Neofolk-Alben bereits im Keim.

„Apocalips“ ist ein wundervolles Album voller Traurigkeit, Schmerz und Schwere, das entsprechend seines Titels nur wenige Augenblicke der Leichtigkeit versprüht – einzig mit dem abschließenden Song „Who Stole The Sun From The Place In My Heart?“ scheint nach über einer Stunde ein kleines Licht über der Apokalypse zu strahlen, das jedoch umgehend durch die Lyrics wieder in Nebel gehüllt wird – „We exist without salvation. We are born just to die“.

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08.02.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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