Oul - Antipode

Review

OUL ist die neue Soloband von Allen B. Konstanz, der vor allem durch sein Wirken bei THE VISION BLEAK und EWIGHEIM Bekanntheit erlangte. Weniger dem Gothic Metal als vielmehr dem düsteren Synthie Pop verbunden, erklingt auf dem Debütalbum „Antipode“ nur selten die E-Gitarre. Bis auf das schmissige „With A Fire“ sind die Songs recht zurückhaltend, schon fast kunstvoll schlicht in ihrer Art und Weise. Nach dem instrumentalen Opener „Dark And Void“ bricht „The Apokalypse“ über den Hörer herein. Getragen und bedacht schallt die Symbiose aus Klavier, Percussion und Allens angenehm tiefer Stimme durch die Boxen. Nach dem eher unspektakulären „Dwell On The Other Side“ reiht sich mit „You Are All“ einer der wohl einprägsamsten Titel auf „Antipode“ ein. Die markante Melodie und die Einheit von Instrumentierung und Gesang bleiben im Ohr. Rockiger wird es alsbald auf „With A Fire“ – einer nonchalanten, poppigen Tanznummer mit durchgehendem Drumbeat. Parallelen zu WOLFSHEIM, ZERAPHINE oder WITT können gezogen werden.

Mit OUL – „Antipode“ begibt sich Allen B. Konstanz auf die dunkle Seite des Synthie Pop

Nach den Höhepunkt bei „With A Fire“ ist die Ernüchterung bei „On Elephants“ umso größer. Hier steht eine düstere Atmosphäre im Mittelpunkt, die in den Strophen allerdings mehr wie eine gezwungene Inszenierung wirkt und sich in ihrer Monotonie verliert. Ein ähnlicher Aspekt war schon bei „Dwell On The Other Side“ und „My Elegy“ zu bemerken. Bei diesen Titeln ist die Simplizität sehr wohl gewollt und dennoch fällt es dem Hörer mit der Zeit schwer, dem Album aufmerksames Gehör schenken zu wollen. Dank „Let It Flow Again“ geht es wieder aufwärts. Die dezent melancholische Melodie und die hallenden Drums machen diesen Song zu einem erneut einprägsamen Hörgenuss. Es folgt der Titeltrack „The Antipode“, der am ehesten als vertontes Pechschwarz umschrieben werden kann; so finster und unheimlich muten die Synthieeffekte und verzerrten Vocals an. Die letzten beiden Songs auf OULs Debütalbum kommen ohne Schlagzeug aus und lassen „Antipode“ gemütlich ausklingen.

Letztlich ist „Antipode“ ein ordentliches Debütalbum, das mit so manchem gelungenen Song für Genrefans sicher interessant ist, in Gänze aber zu medioker daherkommt, dass von einer klaren Kaufempfehlung gesprochen werden könnte.

06.04.2018

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2 Kommentare zu Oul - Antipode

  1. Sabrina sagt:

    Ich bin absolut begeistert von dem Album. Höre es seit gestern non stop. Besonders „My Elegy“ sticht für mich heraus und ist mein absoluter Favorit. Es fällt mir absolut nicht schwer dem Album aufmerksames Gehör zu schenken. Ich genieße jede einzelne Sekunde. Geschmäcker sind verschieden und das sollte bei der Rezension bedacht werden.

    10/10
    1. Doktor von Pain sagt:

      Dass Geschmäcker verschieden sind, muss nicht jedes Mal bedacht werden, das ist einfach generell so und selbsterständlich.