Oysterband - The Big Session Vol.1

Review

Oysterband. Muss ich das britische Urgestein wirklich noch einleiten? Seit 20 Jahren existieren sie nun schon durchaus erfolgreich, und doch denke ich dass eine Vorstellung wohl sein muss. Der Grund: Hier handelt es sich um absolut 100 % Folk. Nein, ich meine nicht den fröhlich tanzbaren Fiddler’s Green Folk, sondern ‚richtigen‘ britisch/irischen Folk den wohl bisher nur die wenigsten Metalbeißringe zu Ohren bekommen haben. Also, auf ein neues: Einleitung.
Oysterband ist eine britische Folkgruppe die schon seit 20 Jahren existiert und dementsprechend schon einiges hinter sich bringen konnte. Von einer Best Of, bis zum Livealbum in Leipzig ist alles in der breiten Diskographie vorhanden und von Fans gierig verschlungen worden. Wer ‚The Big Session‘ nun aber als bloßes weiteres Livealbum oder gar als Compilation bezeichnet, hat nur zur Hälfte recht. Stellt euch vor, Blind Guardian schnappen sich Luca Turilli, Timo Kotipelto, Kai Hansen, laden nebenher Apocalyptica ein, grabschen sich Iron Maiden und wachsen mit all diesen Musikern zu einer Gruppe zusammen um 3 Tage und Nächte lang Live in einem kleinen Londoner Etablissement zu spielen – und ihr habt in etwa die Szenerie von Big Session vol 1. Hier geben sich britische Folkgrößen die Klinke in die Hand und sprengen jegliche Rahmen für gewöhnliche Konzerte; klar dass man sich da einen Livemitschnitt nicht nehmen lässt und das ganze auf CD brennt.
Herausgekommen ist also ein fast mäkelfreies Gesamtwerk dass jeden Folk- und Akkustikfan Tränen in die Augen treiben lassen kann. Der Opener ‚John Barleycorn‘ ist klasse gewählt, der Gesang von John Jones ist sowieso immer ein Genuss, und beim Song ‚When the Helicopter comes‘ macht es sich bezahlt dass die ‚ekzentrischen American Gothic Künstler’von The Handsome Family eingeladen wurden. Lediglich beim melancholischen ‚The Cuckoo’s Nest‘ will mir der aufgesetzte Gesang vom Jim Moray nicht gefallen, aber bekanntlich hat jedes Album ein schwarzes Schaf…
Meckern wir also nicht weiter rum und kommen wir gleich zum Fazit: 1a Folk mit Herz präsentiert und in einer angenehmen Spieldauer. Mit Metal hat das natürlich nichts mehr zu tun…

08.10.2004

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