Pripjat - Sons Of Tschernobyl

Review

Galerie mit 10 Bildern: Pripjat - Skate Metal Fest 2016

PRIPJAT – Stadt in unmittelbarer Nähe des Unglücksreaktors Tschernobyl, seit dem 26.04.1986 verlassen und radioaktiv verseuchte Sperrzone. Mahnmal für die Risiken der Kernenergiegewinnung.

PRIPJAT ist auch der Name einer jungen Thrash-Metal-Band aus Köln, deren Mitglieder teilweise ukrainische Wurzeln haben – somit ist der Titel ihres Debütalbums „Sons Of Tschernobyl“ durchaus wörtlich gemeint. Textlich haben sich die vier Musiker also festgelegt: „Nuclear Chainsaw“, „Liquidators“ und „Destruction Manifesto“ sprechen eine deutliche Sprache. Und welche Musikrichtung könnte die atomare Bedrohung besser ausdrücken als Thrash Metal? – Eben!

PRIPJAT haben ihre Vorbilder, und das können und wollen sie nicht verleugnen. Wenn man aber hört, wie sie die Einflüsse KREATOR oder SLAYER in ihren Songs verarbeiten, kann man ihnen nicht böse sein, im Gegenteil: Die Tracks sind verdammt gekonnt gezockt und schmissig. Schlagzeuger Yannik drischt äußerst tight auf die Felle ein, die Riffs sitzen, der Bass ist vielseitig, und Sänger Kirill hat eine hysterisch überdrehte Thrasher-Stimme, die auf den Songs wie das Tüpfelchen auf dem i sitzt.

Die Songs? „Nuclear Chainsaw“ und „Destruction Manifesto“ transportieren unzweifelhaft die Vehemenz eines „Flag Of Hate“, und mit „Liquidators“ haben die Jungs sogar einen echten Hit am Start – so geil kann Thrash Metal sein. „Snitches Get Stitches“ klingt ziemlich thrash-punkig, während sich die Band mit Songs wie „Red Disease“ und „Sons Of Tschernobyl“ auch auf epische Momente versteht – jedenfalls zwischenzeitlich.

PRIPJAT haben mit ihrem Album also ein ordentliches Thrash-Metal-Brett abgeliefert. An manchen Stellen könnte sich die Band zwar noch ein bisschen mehr von den Vorbildern lösen, aber das macht sie durch Vehemenz mehr als wett! Coole Songs, passende Texte, Spielfreude und ein Hauch Unbekümmertheit: „Sons Of Tschernobyl“ ist somit ein Album, mit dem man nicht viel verkehrt macht, mehr noch: das verdammt viel Spaß macht. Starker Einstand!

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08.02.2014

- Dreaming in Red -

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