Pripjat - Chain Reaction

Review

Galerie mit 10 Bildern: Pripjat - Skate Metal Fest 2016

PRIPJAT fegten 2014 mit ihrem Debütalbum „Sons Of Tschernobyl“ wie eine Panzerdivision über die internationale Thrash-Szene. Rohe Authentizität und ungezügelte Gewalt zeichnete den Sound des Kölner Quartetts aus. Platte Nummer zwei trägt den Titel „Chain Reaction“ und erscheint im Gegensatz zum Vorgänger mit einem Labeldeal im Rücken. Dafür konnten PRIPJAT NoiseArt Records gewinnen, was alleine schon für die Qualität spricht.

„Chain Reaction“ überrascht

Ein paar der neuen Tracks hat die Truppe bei vergangenen Gigs bereits live präsentiert. Wer davon Zeuge wurde, der ahnte wohl, dass sich die musikalische Ausrichtung auf „Chain Reaction“ nur unwesentlich verändern würde. Genauso ist es gekommen. Die Songs sind insgesamt etwas komplexer geworden, was der Band mehr Raum für echte Melodien lässt („Take The Law“). Mit „Returnless“, „Kiev Burns“ und „Bowed Yet Unbroken“ haben PRIPJAT zudem Stücke außerhalb erhöhter Geschwindigkeitszonen im Gepäck. Letzteres überzeugt vor allem mit seinem IRON MAIDEN-auf-Speed Zwischenteil. Das steht der Band ziemlich gut zu Gesicht und sorgt für bitter nötige Abwechslung. Somit verkommt „Chain Reaction“ nicht zur bloßen Wiederholung des gelungenen Erstlings. Aber keine Sorge, PRIPJAT halten weiterhin die Fahne der frühen SODOM- und KREATOR-Tage hoch. Thrash der äußerst ruppigen Sorte regiert über die gesamte Spielzeit des Albums, „Survival Of The Sickest“ oder „Brick By Brick“ sei Dank.

 

PRIPJAT haben alles im Griff

Für die Produktion zeichnet sich ein weiteres Mal Frontmann Kirill Gromada verantwortlich. Der Sound von „Chain Reaction“ ist ein klein wenig sauberer als bei „Sons Of Tschernobyl“. Trotzdem tönt die Scheibe dem angepissten Songmaterial entsprechend roh aus den Boxen. Getriggert oder anderweitig geschönt ist hier sicher nichts, vielmehr transportiert Gromada die Energie der PRIPJAT-Live-Shows auf den Tonträger.

Für Fans des Old School Thrashs teutonischer Prägung führt kein Weg an „Chain Reaction“ vorbei. PRIPJAT haben ihren Sound um ein paar Nuancen erweitert, ohne ihren Stil zu verwässern. Weiterentwicklung im besten Sinne also! Spätestens mit ihrer nächsten Platte sollte die Band in der ersten Thrash-Liga mitspielen.

20.04.2018

"Irgendeiner wartet immer."

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