Samael - Eternal

Review

Galerie mit 18 Bildern: Samael - Passage Tour 2022 in München

Und wieder öffnen Samael ihre Tore und lassen den Hörer in die dunkelsten Dimensionen und Welten ihrer Seelen reisen. Der auf Passage beschrittene Weg wird fortgesetzt, Samael integrieren mehr Elektro, mehr Keyboard und mehr Samples in ihren Sound. Wer Passage nicht mochte, wird auch jetzt nicht mit Samael warm werden, allen anderen sei gesagt, daß diese Platte mindestens genauso gut wie das Werk davor ist. Ceremony of Opposites wird man zwar nie toppen können, aber das versuchen Samael erst garnicht. Die Tiefe, die Samael schon immer hatten wird durch die dicken Keyboardteppiche schon fast ins Unendliche getrieben. Die Gitarren sind zwar meist nur noch Beiwerk, wissen aber an den richtigen Stellen das Ruder an sich zu reißen. Die Lieder von Samael sind noch tanzbarerer, grooviger geworden, dazu gesellt sich die fast schon typische Epik der Band. Besonders Vorph gibt sein Bestes dieser Stilvielfalt gerecht zu werden und variiert gekonnt seinen Gesang, was zeigt, daß Samael schon lange nichts mehr mit dem heutigen Black Metal Kindergarten zu tun haben. Düstere Philosophien und tanzbare Dynamik, Samael sind einfach eine der eigenständigsten und innovativsten Kapellen dieses Jahrzehnts!

27.07.1999

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4 Kommentare zu Samael - Eternal

  1. Baneful Dragon sagt:

    Die Eternal ist nicht übel. Für meinen Geschmack zuviel Elektroelemente. Aber durch die verbesserten Vocals sehr druckvoll. Die besten Scheiben bleiben meiner Meinung nach "Ceremony of opposites" und die Hammer-Scheibe "Passage". Hätte mir gewünscht das Samael an der "Passage" anknüpft. Schade!!

    7/10
  2. Dogman sagt:

    Samael ist für mich der ultimative Hammer.Auch ich hoffe,daß die Band mit der nächsten Scheibe an die alten Zeiten anknüpft.

    7/10
  3. svejk sagt:

    Hammer Teil! Allerdings können SAMAEL ihr Meisterwerk PASSAGE damit nicht toppen, weshalb ein etwas fader Beigeschmack bleibt, da alle diese Songs schon auf PASSAGE hätten Platz finden können und daher nicht wirklich neu klingen. Ihnen bleit zu wünschen, daß sie mit dem nächsten Album neue Wege beschreiten, da ein weiteres PASSAGE oder ETERNAL anspruchsvolle Hörer nicht mehr zufrieden stellen dürfte.

    8/10
  4. shadowofdeath sagt:

    Geile Scheibe! SAMAEL und Metal? Schon lange nicht mehr! Wiedemauchsei, dieses Album ist verdammt gut geworden! Synthesizerklänge, wuchtig (selten auftretende) Gitarrenwände und eine klare Stimme machen ETERNAL zu einem Klangerlebnis! Das gesamte Album wirkt sehr homogen und die Produktion kommt auch nicht zu kurz!

    9/10

Samael - Eternal

Review

Galerie mit 18 Bildern: Samael - Passage Tour 2022 in München

Ab und an treffen hier doch tatsächlich noch Päckchen des finanziell leicht angeschlagenen Labels Century Media ein. Diesmal fielen mir die neuen CDs von Tiamat und Samael entgegen. Nachdem Tiamat maßlos enttäuschten mußten Samael ran, die bereits auf Ihrer Tour maßlos enttäuschten und es mir somit ermöglichten, mit nur wenig Erwartungen an dieses Album zu gehen. Und natürlich wurde ich überrascht :). Samael legen mit Eternal ein Elektro-Album vor, was durch die unglaubliche Fülle an Effekten und kleinen Spielereien einen extrem dichten Sound erzeugt, wie ihn Samael bislang auf keinem Album hatten. Die kalte Atmosphäre wurde damit zu den Akten gelegt und auch die Gitarre tritt nur noch vereinzelt als kleines Effektgerät wie die etlichen Synthie-Spielereien auf, was die Musik aber kompletter erscheinen läßt als noch auf den beiden Vorgängeralben Passage und Exodus. Die Vocals haben sich ebenfalls verändert und Vorph flüstert nun vereinzelt. Das wirkt teilweise ein wenig kraftlos, bettet sich aber sehr gut in die Musik ein und mit dem Ohrwurmeffekt des Refrains von „Together“ und der Drumcomputer-Spielerei am Anfang von „Us“, die man auch nach mehreren Hörproben nicht auseinanderzupfen kann und grundsätzlich Blicke leichter Verwirrtheit entfachen, haben Samael endlich wieder ein Album geschaffen, was nicht nur „nett“ ist, sondern vom Gesamtgefühl mit der Ceremony gleichziehen kann, auch wenn hier der Metal eher im Hintergrund vergraben liegt. Anspieltips sind die Songs 05 („The Cross“), 03 („Together“), 06 („Us“) und 08 („Nautilus“) – in dieser Reihenfolge :).

22.07.1999

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