Setanera - New Era

Review

Female Fronted Symphonic Metal aus Italien – das sind SETANERA, eine römische Band, die 2004 von Alex Merola und Valentina Bucci gegründet wurde. Bis 2009 spielte sie als Evanescence-Cover-Band, bevor im Oktober 2010 die erste EP „Spettralia“ erschien.

Der Titeltrack „New Era“ geht gut ins Ohr, wenngleich der Song eine gewisse Tiefe vermissen lässt. Bei „New Era“ hätte der Hörer unter Umständen mehr Bass, einen volleren Sound, eine treibende Durchschlagskraft erwartet… Das Gitarrensolo am Songende kann den mäßigen Start etwas aufwiegen. „Bring Me Back“ ist ein unglaublich zäher, langatmiger Song, der melodisch leider eher anstrengt, aber wenigstens einen interessanten Chorpart im letzten Drittel bietet.

Deutlich ausgereifter präsentiert sich hingegen „Spettralia“, der bereits 2010 auf der gleichnamigen EP erschien: Ein harmonisches Arrangement mit Chören, Keyboards und treibenden, rhythmischen Gitarren zu italienischen Lyrics. Alle Songs der Platte wurden von SETANERA-Sängerin Valentina Bucci und Alex Merola geschrieben und komponiert. „Dance Floor“ ist ebenfalls ein eher mittelmäßiger Song, dessen Gesangslinien auf Dauern recht unharmonisch erscheinen. Valentina Buccis Stimme strapaziert die Ohren dabei doch ziemlich.

Die getragene Ballade „I Must Go“ wartet mit dichterer Atmosphäre und viel Gefühl auf, Valentina Buccis italienischer Akzent in der englischen Aussprache verleiht dem langsamen Track eine sehr authentische Note. „Black River“ besteht aus italienischen Strophen und englischem Chorus, leider mag der Funke hier nicht recht überspringen, nur die Chorarrangements lassen wieder einmal aufhorchen.

„Oltre“ beginnt düster und schwer, leider ist die Struktur des SETANERA-Songs kaum zu erkennen, Strophe und Chorus gehen unmerklich ineinander über, es gibt einen sehr experimentellen Scratching-Zwischenpart, der sämtliche Stimmung völlig zerstört. „Heroes“ plätschert leider trotz etwas vollerem Sound belanglos vor sich hin.

„Lie“ ist melodisch und rhythmisch einer der besseren Songs, allerdings auch kein Überflieger. Aber immerhin hat er Wiedererkennungswert. „Meadows Of May“ überrascht mit etwas flotterem Tempo, das leider in den Strophen wieder völlig in langatmiger melodischer Ideenlosigkeit verschwindet. Überzeugendere Orchesterarrangements und damit die erwartete musikalische Dichte liefert leider erst wieder der letzte Song „Journey To The Freedom“, der wie auch „Black River“ vor fünf Jahren auf der EP „Spettralia“ erschien.

„New Era“, das Debüt der Italiener SETANERA schneidet leider nur durchschnittlich ab. Man muss Valentina Buccis Stimme und ihre italienische Aussprache mögen, Fans von LACUNA COIL könnte der Sound gefallen. Leider oft sehr langatmig.

04.06.2015

Der metal.de Serviervorschlag

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