Sidious - Malefic Necropolis

Review

Nach ihrem Debüt „Revealed In Profane Splendour“ ist die britische Black-Metal-Formation SIDIOUS bei uns in der Versenkung verschwunden. Kein Wunder, denn der Erstling hinterließ einen faden Eindruck. Über zehn Jahre und zwei weitere Alben sind seitdem ins Land gezogen. Und siehe da, der vierte Langspieler „Malefic Necropolis“ zeigt die Band in einem ganz anderen Licht. Allem voran hat sie ihren anfänglichen Fokus auf Symphonic Black aufgegeben. Auch der Death-Einfluss hat sich deutlich reduziert. Stattdessen gibt es handfesten Black Metal mit einer ausgewogenen Melodik und wohldosierten Stilmitteln von jenseits des Tellerrands. Kurz nach Release kündigten SIDIOUS jedoch an, dass Gründungsmitglied und Sänger/Gitarrist Isfeth die Band verlassen hat. Wie es nach diesem Album weitergeht, ist also offen.

„Malefic Necropolis“ besitzt ein starkes Herzstück

Ganz hinter sich gelassen haben SIDIOUS ihren Hang zur Epik nicht. Das Intro des Openers „Shears Of Atropos“ baut sich effektvoll auf und lässt die Erwartungen anwachsen. Der Einstieg der vollen Instrumentierung erfolgt prügelnd und bedient sich des herkömmlichen Black-Metal-Repertoires an Blast Beats, keifigen Vocals und typischem Riffing. Nachdem dieser Track und das anschließende „Rotborn Terror“ noch ordentlich, aber unspektakulär vorübergezogen sind, bricht das stärkere Herzstück des Albums an. „Cosmossuary“ und „Crows Atop The Gallows“ folgen jeweils auf ein kurzes Interlude, das als Intro dient, und punkten beim Songwriting. „Cosmossuary“ zeigt sich druckvoll und dicht instrumentiert, melodisch mit atmosphärischem Flair, und mit einem DISSECTION-Riff und Black’n’Roll-Part. „Crows Atop The Gallows“ setzt dagegen auf eine gute Portion Groove.

SIDIOUS – kein Vergleich zu den Anfängen

Mit „Vortex Of Boundless Unlight“ endet die Erfolgssträhne. Danach flacht „Malefic Necropolis“ wieder ab, hält jedoch ein solides Niveau. Hätten SIDIOUS das Maß an Abwechslung, das ihre Highlights haben, konsequent geliefert, wäre am Ende ein Punkt mehr rausgesprungen. Auch die Spielzeit von nur knapp über 35 Minuten, von denen einige auf Intros und Spielereien entfallen, überzeugt nur halbwegs. Trotzdem zeigt die Band hier, dass zu ihren ganz netten Anfängen kein Vergleich mehr besteht. „Malefic Necropolis“ ist zwar kein Dauerbrenner geworden, aber Genrefans sollten definitiv ein Auge darauf werfen.

13.02.2026

headbanging herbivore with a camera

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