Soldiers - End Of Days

Review

Der gute alte NYHC wird offener. Als das Genre noch von Leuten wie BIOHAZARDs Evan Seinfeld dominiert wurde, waren neue musikalische Einflüsse in der Szene ungefähr so beliebt wie mormonische Seelensammler im Bagdad dieser Tage.

Heute mischen verschiedene Hardcorebands zunehmend Thrashelemente in ihre Musik- entweder, weil ihnen das mehrheitlich stumpfe Gestampfe der 1990er etwas auf den Wecker geht, oder weil sie einfach mehr Publikum erreichen möchten. So werden die ehemaligen Kriegstanzsoundtracks auch für Mattenschwinger interessant.

Die SOLDIERS aus Long Island werden ebenfalls beiden Lagern gerecht, gehen hierbei aber vorsichtig ans Werk. Auch bei Ihnen gibt’s SLAYER-inspirierte Moshparts, aber prinzipiell bleiben sie ihren Wurzeln treu. Getreu dem Motto “Nie zu lang, nie zu langsam” liefern sie trockenen Hardcore, der sowohl zum Hüpfen als auch zum Kopfnicken einlädt. Was so weit nicht besonders prickelnd klingt, finde ich sogar sehr prickelnd! Denn durch ausgefeiltes, tempovariiertes Spiel gelingt es den Soldaten immer wieder, Spannungsbögen aufzubauen, die völlig unerwartet in wüstem Hassgeballer explodieren.

Nach ihrer Gründung im April 2006 veröffentlichten SOLDIERS ihr Debüt, “The Tombstone EP”. Nachdem sie sich einen tollen Ruf als hart arbeitende Liveband erspielt hatten, erschien im November “End Of Days”, das erste reguläre Album. Mein Favorit hierauf ist “The Reclamation”.
Dieser mit vier Minuten längste Titel des Albums beginnt mit einem langsam sägenden, Unheil verkündenden Riff aus der rechten Box, bevor Schlagzeug, Bass und zweite Gitarre einsteigen. Sänger Rick Jimenez legt mit einer Hasstirade los, bevor die Jungs anfangen, sich an ANTHRAX oder EXODUS zu erinnern und dermaßen drauf loshacken, dass es eine wahre Freude ist. Und bevor man sich dann im Tempo vergaloppiert, geht man mit stilvollem Break vom Gas bevor “The Reclamation” wie ein Feuerwerk in Rückkopplung ausklingt. Toll!

“End Of Days” ist ein großer Spaß für Freunde von Hardcore, Metal und vielleicht auch hartem Punk. Außerdem ist es ein Lehrstück für gelungenen Stilmix von zwei Genres, bei denen so etwas vor nicht langer Zeit noch als unmöglich galt. Weiter so, meine Herren!

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05.12.2007

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