Stigmata - The Wounds That Never Heal

Review

Zu ihrem 20jährigen Bestehen will die Hardcore-Band STIGMATA aus New York noch einmal die glorreichen alten Tage aufleben lassen. Dazu werden die Alben „Hymns For An Unknown God“ (1995) und „Do Unto Others“ (1999) erneut veröffentlicht und unter dem Album „The Wounds That Never Heal“ zusammengefasst. Zwei Alben zum Preis von einem, das klingt erst mal nicht schlecht. Wer sich die Platte anhört, wird jedoch feststellen, dass die alten Alben nicht neu gemischt wurden und sich auch keine echten Bonus-Tracks auf „The Wounds That Never Heal“ befinden. Somit wirkt das Album wie ein Relikt aus der Vergangenheit, denn die Musik hat sich in den 10 bis 14 Jahren weiterentwickelt und damit auch die Ansprüche an sie.

Der Output von 1995 eröffnet das Doppelalbum. Mit seinem groovigen, schleppenden Sound klingt „Hymns For An Unkown God“ fast nach Sludge Metal, aber größtenteils ist das Material uninteressanter Hardcore. Nur hier und da finden sich nette Elemente, wie das stimmungsvolle Sample zu Beginn von „Hands Of God“ und das melodische Riff gegen Ende oder der Song „Burning Human“, der stark an Stoner Rock erinnert. Produktionstechnisch hätte nachgebessert werden müssen, denn für heutige Verhältnisse klingt das Album zu sehr nach Garagensound. Außerdem sind die Gitarren zu leise, ebenso wie der Sänger, der noch dazu klingt, als wäre er voll wie ein Bus. Das nervt. Auf die Dauer wirken die Songs sehr ermüdend, da zu wenig Abwechslung geboten wird.

Die vier Jahre zwischen den Alben hört man deutlich heraus, denn „Do Unto Others“ aus dem Jahr 1999 klingt viel frischer. Das Tempo wurde angezogen und auch der Sound klingt fetter. STIGMATA haben ihre schleppenden Songstrukturen zurückgelassen und spielen geradlinigen Hardcore. Soli gibt es kaum noch, dafür bleiben einige Refrains und Songs im Ohr hängen wie das coole „Mad World“. Dennoch: Besonders abwechslungsreich gehen STIGMATA auch hier nicht zur Sache.

Fans der New Yorker mögen mich als Ketzer bezeichnen, aber im Jahr 2009 braucht niemand mehr so alte Kamellen wie „Hymns For An Unkown God“. STIGMATA mögen eine Szenegröße sein, trotzdem sollten sich wirklich nur Fans von Oldschool-Bands der Richtung SICK OF IT ALL oder AGNOSTIC FRONT an das Material wagen.

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05.10.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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