Wage War - Manic

Review

Galerie mit 20 Bildern: Wage War auf dem Knockdown Festival 2016

Das vierte Album „Manic“, welches die US-Amerikaner gemeinsam in den Wäldern Georgias zusammenbauten ist ein weiterer Output, der in Zeiten einer weltweiten Pandemie entstanden ist. WAGE WAR haben sich gemeinsam im Unterholz in die Einsamkeit verkrochen anstatt Sessions via Internet und Co.KG stattfinden zu lassen. Man könnte also sagen: Von Wald und Forst direkt ab dem 01.10.2021 auf die Plattenteller der Metalcore-Gemeinde.

WAGE WAR: Von Wald und Forst zu „Manic“

Manisch angetrieben von einer emotionalen Zerrissenheit, die die Band aufgrund der Pandemie selbst zu spüren bekam, nutzen die US-Amerikaner, eben genau diese Gefühle und pressen sie auf einen Rohling. Jobverlust, Existenzverlust, Angst, der Boden der einen machtlos unter den Füssen weggezogen wird; WAGE WAR packen alles zusammen und lassen hier Dampf ab. Hakenschlagende Gitarrenriffs transportieren ein unruhiges Vibrieren, der Opener „Relapse“ geht direkt aufs Ganze und setzt auf einen eingängigen Refrain mit Cleangesang, berstige Growls sorgen dafür, dass es trotz der Melodik noch schön düster bleibt.

„“Manic“: Wenn dir der Boden unter den Füßen weggezogen wird

Der ständige Wechsel zwischen böse und gut ist klar voraussehbar und nicht unbedingt innovativ, dennoch machen WAGE WAR ihre Sache sehr solide. Kam der Vorgänger „Pressure“ noch recht gewollt und gezwungen herüber, haben sich die Jungs bei „Maniac“ so etwas wie das Wort „Freischwimmer“ verdient. Trotz des eher ernsten Grundthemas der Platte, in dem es sich um die aktuelle Situation seit der Pandemie und zwischenmenschliche Missstände handelt, gehen WAGE WAR locker und lässig zu Werke und brettern somit Songs wie „High Horse“ und „Godspeed“ aufs Parkett, die stampfend und grollend in die Magengrube gehen. Metalcore it is!

WAGE WAR: Mehr Groove, mehr Freischwimmer

WAGE WAR liefern auf technisch hohem Niveau und lassen sich aktuell in der Discographie irgendwo zwischen ARCHITECTS und WHILE SHE SLEEPS einordnen. Dass die Band mehr als Bock hat, ist deutlich zu hören und zu spüren. Etwas mehr Groove haben sich WAGE WAR bei „Manic“ erlaubt, und durch die Industrial-Einschlägen und rockigen Passagen sowie progressive und djentige Fragmente für genügend Abwechslung in den Songstrukturen gesorgt.

Sich gemeinsam im Unterholz zu verkriechen und Dampf abzulassen war damit nicht unbedingt die schlechteste Idee der US-Metalcorer. „Manic“ ist weitaus mehr als der manische Anfall frustrierter Musiker und kann sich sehen und hören lassen.

13.10.2021

It`s all about the he said, she said bullshit.

Der metal.de Serviervorschlag

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