5th Of November - The Ocean Inside

Review

Über Metalcore, Deathcore und wie die Schubladen nicht alle heißen wurde und wird immer noch endlos viel gemeckert. Nicht zu unrecht, und doch scheinen sich gerade immer mehr junge Bands diesem Stil verbunden zu fühlen – leider kommt dabei selten so eine Ansage bei raus, wie sie 5TH OF NOVEMBRE mit ihrem Deübtalbum “The Ocean Inside” geben. Klar, auch die Salzburger stauben keinen Innovationspreis ab, machen aber mächtig Spaß.

Hohes Tempo, vergleichsweise verschwindend wenige Breakdowns und ein richtig fetter Sound sorgen für eine ordentliche Portion Unterhaltung. Schon der unvermittelt saftige Beginn mit “Relentless Like Fire” geht mächtig steil. Aggressiver Rhythmus und eine ordentlich verspielte Saitenfraktion lassen schon die ersten Schweißperlen auf der Stirn entstehen. Von ihre heftigen Gangart rücken 5TH OF NOVEMBER auch in der Folge nur selten ab. Eintönigkeit ist trotzdem nicht in Sicht, und wo andere Bands den Songfluss mit Breakdowns zerhackt hätten, setzt der Fünfer seine Attacken einfach fort. Neben dem brutalen Gehämmer treten aber immer wieder Göteborg-Melodien in den Vordergrund. Das fördert nicht nur die Abwechslung, sondern geht auch richtig gut runter. Ein paart Verschnaufpausen gönnen 5TH OF NOVEMBER aber auch, so finden sich gleich drei Instrumentals plus Outro, die eher ruhigere Töne anschließen. Auch das ist sicher keine Neuerung, bietet aber eine erfrischende Gelegenheit, sich jeweils auf den nächsten Angriff vorzubereiten. Wirklich Highlights gibt es beim durchgängig überdurchschnittlichen Hörgenuss aber nicht, und trotz der vorhandenen Klasse von “The Ocean Inside” gibt es nicht nur Lobendes zu erwähnen: Gerade der Versuch mit dem Klargesang ist, wie so häufig, eher kontraproduktiv und sorgt für einen gebremsten Eindruck.

Aber auch das verhagelt einem nicht den Spaß, und entgegen dem Standard-Schlusswort unter XY-Core-Reviews kann ich endlich mal wieder sagen: 5TH OF NOVEMER bringen ihre Energie auch ins Wohnzimmer und nicht nur auf die Bühne, alleine deshalb ist “The Ocean Inside” es wert, angehört zu werden. Um richtig was zu reißen, fehlt es dann aber noch an den üblichen Punkten. Vom Mittelfeld abgesetzt haben sich die Jungs aber schon mal… und das ist aller Ehren wert!

09.01.2014

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