Agalloch - Ashes Against The Grain

Review

Galerie mit 16 Bildern: Agalloch - Ragnarök 2012

Nach dem Erfolg von „The Mantle“ haben sich AGALLOCH ihren festen Platz in Herzen vieler Fans der dunklen Musik erspielt. Diesen Platz wollen sie mit ihrem neuen Album festigen und setzen die mit dem Vorgänger eingeschlagene Richtung fort. Die Portländer mixen schwermütige, sich hin und wieder zu einer Wand aufbauende Gitarren mit ruhigen, folkangehauchten Passagen, die eine melancholische Stimmung verbreiten. Sänger John Haugham setzt seine Vocals variabel ein und wechselt zwischen Grunzen, gefühlsvollen cleanen Parts und düsterem Geflüster, das dem Zuhörer einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Aggression und Kälte der harten Töne kontrastieren, und harmonieren zugleich, mit der Wärme und Sanftheit der leicht gezupften Akustikgitarren, die stellenweise schon fast eine “Lagerfeuer Romantik” versprühen lassen. Die Kompositionen sind spannend und abwechslungsreich aufgebaut, ohne dass dabei die schon fast hypnotisierende Atmosphäre verloren geht. Trotz der schnelleren und härteren Ausbrüchen atmet „Ashes Against The Grain“ eine wundersame Ruhe aus – zum Nachdenken, oder zum Träumen. Letzteres trifft besonders gut auf das praktisch aus drei Tracks bestehende Ende des Albums zu, mit dem in meinen Augen, äh Ohren, der Höhepunkt der Veröffentlichung folgt. Die drei Teile von „Our Fortress Is Burning“ verinnerlichen alles das, was AGALLOCHs Genialität ausmacht – ein tolles Songwriting, so viel Tiefe, so viel Melancholie und einfach nur Schönheit. Wer sich die heißen Tage mit Musik abkühlen will, ist bei den herbstlichen Klängen von „Ashes Against The Grain“ bestens aufgehoben.

01.08.2006

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6 Kommentare zu Agalloch - Ashes Against The Grain

  1. akula sagt:

    Was?? Nur 8 Punkte? Und dann solche positive Worte?^^ Also liebe Karolina, da gehen unsere Meinungen wieder etwas auseinander. ich vergebe glatte 10 Punkte, besonders deswegen, weil die aktuelle Scheibe mir bisher viele wunderschöne Momente bescheert hat. Nun gut, einige Kritikpunkte gibt es. U.a die Produktion hätte etwas qualitativ hochwertiger Ausfallen können, dann wäre das Drumming auch nicht wieder so dumpf ausgefallen wie bei den letzten beiden Scheiben. Aber nun gut, man kann darüber sehr hinwegsehen.

    Gruß

    10/10
  2. Anonymous sagt:

    Die Scheibe ist für mich die Scheibe des Jahres aber ganz kommt sie nicht an "The Mantle" heran. Trotzdem haben Agalloch wieder ihr ganzes können gezeigt. Weiter so!

    9/10
  3. Anonymous sagt:

    Agalloch haben ehrlich dieses "Bolt Thrower" Syndrom; man erwartet was Bestimmtes, und "Bingo!", man bekommt es auch. Die "Ashes…" hat mir genau das beschert, was ich haben wollte. Eingängige Songs, eigentlich recht unkompliziert, aber klug arrangiert und mit viel Gefühl gewürzt. Was für ein Gefühl? Tja… aggressive Melancholie… Melancholische Aggression… ach, hört`s euch an, und ihr werdet verstehen. Auf jeden Fall eines der Alben, bei denen ich vom ersten Hören an sofort wusste, dass der Kauf ein Volltreffer war.

    9/10
  4. Anonymous sagt:

    Für jeden geeignet, der einen Fetisch für Post-Rock und gefühlvolle Black/Death Metal Releases hat. Bands wie "Godspeed You Black Emperor!" machen einem die wunderschönen klanglandschaften vor und Bands wie Agalloch paaren diese mit genialen Vocals und (evt. teilweise ein wenig matschig wirkenden) Drums.
    Mein Lieblingsalbum von Agalloch.

    9/10
  5. Anonymous sagt:

    8 Punkte? So eine Bewertung kann man diesem Album nicht mal an heißen Sommertagen antun. Und das, obwohl du nur positive Worte darüber verlierst? Mensch.
    "Ashes against the Grain" ist ein unglaublich ausgereiftes, eine derart frische Atmosphäre versprühendes Werk, dass man beim Hören Gänsehaut bekommt.
    Als Anspieltipps empfehle ich "Falling Snow" und "Not Unlike the Waves" weil diese sehr schnell auf den Punkt kommen und trotzdem das Feeling des Albums gut rüberbringen. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

    10/10
  6. js sagt:

    Agalloch muss man einfach lieben, wenn man auf diese wunderbar melancholische, aber dennoch harte musik steht. Und Agalloch gelingt vor Allem dieses eine Kunststück: Einen eigenständigen Sound, eine einzigartige Atmosphäre, schlicht eine eigene Welt zu erschaffen. Die viel kritisierten Vocals sind da nur Gewöhnungssache, bis sie sich nahtlos an die Klangwelten anpassen.

    10/10

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