December Flower - Moloch

Review

Vorneweg muss ich sagen, dass mir DECEMBER FLOWER alleine schon deswegen sympathisch sind, da sie sich gegen alle momentan vorherrschenden Trends entschieden haben und nicht dem Metalcore oder dem poppigen Was-Auch-Immer, das IN FLAMES derzeit fabrizieren, verschrieben haben.

Aber nun mal rein ins Vergnügen! Die Sachsen zelebrieren melodischen Death Metal, den man wirklich noch als solchen bezeichnen kann. Keine Keyboards, keine Breakdowns und kein sinnlos vor sich hinschreiender Core-Brüllaffe. Vielmehr zimmert man gute, trockene, aber dennoch sehr melodische Hausmannskost zusammen. Auch der Sound geht vollends in Ordnung, gerade für eine Eigenproduktion – zwar hapert es noch an ein paar Kleinigkeiten, aber diese sind schnell vergessen, vor allem das hölzern klingende Schlagzeug hat mich in Verzückung versetzt.

Was allerdings zum Stolperstein für “Moloch” wird, ist die Eigenständigkeit. Zu häufig lugen da noch die großen Bands zu ihren besten Tagen um die Ecke. Allen voran IN FLAMES scheinen einen Rieseneinfluss auf das Quintett gehabt zu haben – auch AT THE GATES sollten in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben und Fronter Manuel hat einfach stimmlich verblüffende Ähnlichkeit mit dem IMPIOUS-Sänger.

Aber was soll’s? Wen stört sowas? Mit DECEMBER FLOWER gibt es mal wieder ein Demo zu kaufen, das neben dem stimmungsvollen Piano-Intro, Groove, Melodie einfach einen gewissen Reiz hat. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sie ihren Stil noch verfeinern können um den Vollangriff zu wagen.

11.08.2008

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