Decrepit Birth - Axis Mundi

Review

Das vierte Album der Supergroup DECREPIT BIRTH hört auf den Namen “Axis Mundi” und bietet erwartungsgemäß über eine Stunde technischen Death Metal. “Axis Mundi” schürt dabei schon einige Erwartungen, immerhin hat das letzte Album “Polarity” auch schon sieben Jahre auf dem Buckel. Bekanntermaßen setzt die Band weniger auf schiere Brutalität, auch wenn diese praktisch in den Adern der Mitglieder fließt. Immerhin zählen DEPRECATED und SUFFOCATION zu den Stammbands. Doch geht es hier eher gemäßigter zu, als man das etwa von SUFFOCATION erwarten würde.

DECREPIT BIRTH zwischen großem Songwriting und Tech-Death-Kavaliersdelikten

Wenn es um packendes Songwriting geht, haben DECREPIT BIRTH so einiges aufgefahren. Songs wie “Spirit Guide”, “Hieroglyphic” oder “Ascendant” überzeugen vor allem mit packenden Gitarrenmelodien. Bill Robinsons Gesang ist vielleicht etwas eintönig und teilweise etwas zu unverständlich für eine Band, die sich mit ernsten Themen wie Philosophie und Wissenschaft auseinandersetzt. Es passt zwar irgendwie zur Musik, die immerhin den Grat zwischen Melodie und Härte konsequent und gekonnt wandelt. Doch ist seine Darbietung auch nicht ganz unproblematisch für das Gesamtbild der Platte. Dazu gleich mehr. Matt Sotelo ballert dem Hörer indes ein halsbrecherisches Riff nach dem anderen um die Ohren, lässt seine Arbeit jedoch nicht zum Selbstzweck verkommen. Im Vordergrund steht immer der Song, sodass “Axis Mundi” nicht zu einer masturbativen Angelegenheit wird.

Was bei “Axis Mundi” dagegen tatsächlich stört, ist das Schlagzeug, genauer: die blechernen Bassdrums. Diese tackern viel zu monoton dahin und nehmen den Songs so ziemlich jedes Potential, mal richtig schwer zu grooven. Dabei möchte man Sam Paulicelli gar nicht mal unterstellen, dass er nur einen Bruchteil der Kicks beigesteuert hat, aber leider klingt das Getacker wie aus der digitalen Konserve kommend. Kombiniert mit der besagten, etwas eintönigen Darbietung von Robinson ergibt das einen klinischen, emotionslosen Sound, dessen man relativ schnell müde wird.

Und das hätte nicht sein müssen, das haben die starken Songs der Platte nicht verdient. Denn DECREPIT BIRTH zeigen durch ihr Songwriting, wie lebendig der Tech-Death klingen kann. Doch sie zerschießen sich ein großartiges Album durch das, was man im Grunde als einen Tech-Death-Kavaliersdelikt bezeichnen kann. Das nervige, mechanische Doublebass-Getacker wird einfach viel zu oft billigend in Kauf genommen. Der dadurch viel zu klinische Sound nimmt den Songs so viel Potential, sodass am Ende “nur” ein gutes Album steht, wo ein Großartiges hätte stehen sollen.

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16.07.2017

Hier ist ein Klaas Milch.

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