In Death... - The Devil Speaks

Review

Australien hat eine nachwievor starke Metalszene, von der man hierzulande leider nicht immer allzu viel mitbekommt. Bands wie PSYCROPTIC, THY ART IS MURDER, PARKWAY DRIVE, DISENTOMB oder THE AMITY AFFLICTION sind definitiv eine Bereicherung. Nun kommt mit IN DEATH… eine neue Gruppe aus Downunder. Die Truppe wurde 2008 in Brisbane gegründet und legen nun ihr Debütalbum “The Devil Speaks” vor. Zuvor wurden die EPs “In Death” (2009) und “Thanatos” (2013), letztere vom ehemaligen MACHINE HEAD/SOULFLY-Gitarristen Logan Mader gemixt und gemastert, veröffentlicht.

Auf die Mütze gibt es Death Metal. In diesem Fall die technischere, brutalere Variante mit zuhauf Thrash-Metal-Parts. IN DEATH… kombinieren auf “The Devil Speaks” rhythmische Präzision und progressive Vertracktheit mit eingängigen Grooves, gerne auch mal krummes Stakkato-Riffing der tiefergestimmten Gitarren, minimale Melodieeinsprengsel, starke, prägnante Bassläufe und deftige, harsche und verständliche Growls. Dabei ist der Brutal/Technical Death Metal der Aussies nicht allzu eingängig, es benötigt schon einige Durchläufe, ehe das Material zünden kann. Klar, schon der Opener “Malignancy Eradicated” ist deutlich von MESHUGGAH beeinflusst, die ja auch nicht unbedingt catchy sind. Dazu ein klein wenig technisch-melodische Gitarrenarbeit a la CHIMAIRA. Das stumpfere, brutale “The Pitfalls Of Immortality” wiederrum erinnert eher an VADER zu ihrer “Litany”-Phase, hervorheben möchte ich hier insbesondere das ausgefallene Wah-Wah schreiende Gitarrensolo. Das wirkliche Aushängeschild von “The Devil Speaks” ist das super-aggressive, wütende Faustschlag “Bow Your Master”, das in erster Linie Brutalität pur darstellt, aber technisches Können und melodischen Ansatz mit harmonischen Leads in sich trägt. Ja, da geht was bei IN DEATH…! Was auf Dauer stört sind die zwar soliden, aber doch recht variantenarmen, etwas eintönigen Growls. Alles in allem tönen IN DEATH… auf “The Devil Speaks” etwas stumpfsinnig, aber durchaus mit einem gewissen Spaßfaktor aufgrund der satten Grooves und des doch technischen Könnens.

20.04.2017

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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