Morbus Chron - A Saunter Through The Shroud

Review

Für mich als mittlerweile doch schon alten Hasen ist es immer wieder erstaunlich, wie viele neue Bands sich gründen, um einem Old-School-Sound zu frönen, der bereits Mitte der Neunziger als “altbacken” bei manchen verschrien war. Na zum Glück gibt es immer wieder Fans und Bands, die sich doch wieder auf den guten alten Death Metal zurückbesinnen, und zwar so wie er sein soll: brutal, heavy, räudig, latent melodisch, straight! Eben jenen Klängen haben sich die 2007 gegründeten Stockholmer MORBUS CHRON verschrieben, welche nun nach ihrem Debütalbum “Sleepers In The Rift” die limitierte 10inch Vinyl EP “A Saunter Through The Shroud” nachschieben.

Hierauf vertreten sind drei neue Stücke, welche den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen.  Noch immer dominiert traditioneller Death Metal Marke alte (bzw. jetzt wieder neue) AUTOPSY, also direkte, einprägsame Riffs, dezente Melodien, röchelnde Growls, und auch viele schleppende Doom-Parts, wodurch auch eine gewisse Nähe zu ASPHYX nicht zu verleugnen ist, wenngleich die großen Vorbilder aus Kalifornien ganz klar dominieren, sowie deren musikalischen Brüder DISMEMBER. Die Stücke sind super arrangiert, in sich total abwechslungsreich, wirken charmant authentisch und haben eine herrlich düster-räudige Atmosphäre.  Von Fred Estby (Ex-DISMEMBER) aufgenommen und abgemischt, und dadurch mit passendem dreckigen Sound versehen. Für alle Old-School-Fanatiker, mindestens aber für alle (Entschuldigung) AUTOPSY Fans auf jeden Fall interessant!

08.07.2012

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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