Black Listed Friday
Die 6+6+6 der Woche

Special

1988 liegt auch schon wieder 38 Jahre zurück. Deshalb blicken die „6+6+6 der Woche“ am „Black Listed Friday“ Nr. 31 nostalgisch zurück.
Muss auch mal sein.

Die 6 Duelle zwischen „Seventh Son Of A Seventh Son“ und „… And Justice For All“

1. Left-Hand-Art auf dem Cover
Kindeskind-Fötus in Kaugummi (später Kinderdarsteller auf ENTOMBEDs „Uprising“) vs.
Waage der Justitia (schwer beschädigt durchs Geld).

→ Punkt für MAIDEN (Liegt auf der Hand!)

2. Bass
Steve Harris wird ja nun wirklich in jedem Text als der Chef von IRON MAIDEN dargestellt. Und da ist es unerheblich, ob sich das irgendwann einfach verselbstständigt hat, faktisch ist das jetzt so vs. Ähm. Empathisch formuliert war der Tod von Cliff Burton nicht verarbeitet und dann wurde loskompensiert/-projiziert, es waren ja immer noch sehr junge Männer alles. Dazu benötigt ein technisch komplexes Album mit dem lyrischen Finger in der Wunde des kalten Spätkapitalismus’ genau diesen sägenden Sound. Kann aber auch sein, dass der Neue einfach nicht nerven sollte. Nicht. Nerven.

→ Punkt für MAIDEN (Yeah! Bass!)

3. Lyrics
Protagonist mit übernatürlichen Fähigkeiten ringt mit Schicksal/Visionen etc. vs. Krieg, Korruption, Manipulation etc.

→ Unentschieden (Beide Mühe gegeben!)

4. Verkäufe
975.000 vs. über 10 Millionen

→ Punkt für MAIDEN (Underdog bzw. -ground!)

5. Länge
44:08 Minuten vs. 65:10 Minuten

→ Punkt für MAIDEN (Ästhetik/Stil („Dreiviertelstundenregel“)!)

6. Nachfolgerin
„No Prayer For The Dying“ (Gebarmt und gegreint wird heute ob der „Viertelstunden-Prog für den Kartoffelacker“-Songs der aktuellen MAIDEN … und trotzdem sind die kompakten Singalongs von 1990 nichts? Ernsthaft?!) vs. „Black Album“ (Es ist billig, das nicht zu mögen. Aber zu edgy, es zu loben. Und das letzte Drittel kann nun auch objektiv kaum was.)

→ Punkt für MAIDEN (Underdog/ bzw. -ground!)

Ergebnis: 5,5 : 0,5 für „Seventh Son Of A Seventh Son“ – knapper als spontan wohl vermutet. Es zeigt sich einmal mehr: Der objektive Blick auf die Fakten schlägt die rein subjektive Meinungsäußerung.

Die 6 wichtigen Gedanken zu 1988

1. Besser oder auch gleich gut wurde es bei IRON MAIDEN, METALLICA, KING DIAMOND und HELLOWEEN danach nicht mehr.

2. Aber es wird ja generell nie irgendwas oder -jemand besser außer JUDAS PRIEST zwei Jahre nach ’88.

3. Siehe „Faster than a bullet, terrifying scream, enraged and full of anger, he’s half man and half machine!“

4. „Das Jahr 1988 markierte einen Wendepunkt für den Extreme Metal. Es brachte die Geburtsstunde des Grindcore, den Evolutionssprung des Death Metal sowie die Festigung sowohl des Thrash als auch des frühen Black Metal mit sich.“ Klingt gut? Ist aber von der KI (Art-Work-Crimes/Auslöschung der Menschheit etc.).

5. Nichtsdestoweniger kamen sowohl „Leprosy“ als auch „South Of Heaven“, „From Enslavement To Obliteration“, „Reek Of Putrefaction“ und „Malleus Maleficarum“. Dazu „In Battle There Is No Law“ und „Dimension Hätröss“.

6. Muss man sich mal vorstellen.

Die 6 Bands, bei deren Aufnahmen man mit Blick auf die einsame Insel denkt: „Schon okay, zwar jetzt vielleicht nicht eben DIE Platte für die einsame Insel, aber immerhin Peel Sessions von 1988“

1. BOLT THROWER (Peel Session, 1988)
2. CARCASS (Peel Session, 1988)
3. NAPALM DEATH (Peel Session, 1988)
4. EXTREME NOISE TERROR (Peel Session, 1988)
5. FUGAZI (Peel Session, 1988)
6. BUTTHOLE SURFERS (Peel Session, 1988)

26.06.2026

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