As Everything Unfolds
Dieses Album war das schwierigste, das wir jemals machen mussten.

Interview

AS EVERYTHING UNFOLDS veröffentlichen zwar bereits ihr drittes Studioalbum, sind aber gefühlt gerade der letzte heiße Scheiß aus UK. Die Band kommt im Juli für drei exklusive, von metal.de präsentierte Clubshows nach Deutschland und hat dabei natürlich auch ihr neues Album “Did You Ask To Be Set Free?“ im Gepäck. Wir haben die Gelegenheit genutzt und George Hunt, seines Zeichens Bassist von AS EVERTHING UNFOLDS, ein bisschen gelöchert. 

Hi George, danke, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu eurem neuen Album “Did You Ask To Be Set Free?“ zu beantworten!

Erst einmal Glückwunsch zur Veröffentlichung eurer dritten LP! “Did You Ask To Be Set Free?“ klingt in meinen Ohren härter und gereifter als seine Vorgänger. Habt ihr explizit geplant, eine härtere Gangart einzuschlagen, oder ist das einfach im Verlauf der Aufnahme passiert?

Zu Beginn des Prozesses diskutierten wir tatsächlich darüber, eventuell in eine dunklere Richtung zu gehen als beim Vorgänger “Ultraviolet“, aber als die Sessions fortschritten haben wir festgestellt, dass es für uns am besten funktioniert einfach so vorzugehen, wie wir uns zu dem Zeitpunkt fühlen. Bei diesem Album hatte Jon die Führungsrolle in Bezug auf die Demos inne, und daraus resultierte dann ganz natürlich eine viel verwobenere Mischung aus Synthies und Gitarrenspiel, die einfach eine schwerere Atmosphäre in die Songs eingebracht hat.

Die Lyrics wirken teilweise sehr persönlich, und einige Songs sind ziemlich melancholisch. Was ist thematisch der rote Faden durch das Album, und wie würdest du den Schreibprozess beschreiben?

Thematisch kamen die Lyrics hauptsächlich von Charlie, die die Erfahrung des maladaptiven Tagträumens gemacht hat, um sich aus ihrem Leben und ihrer Realität zu flüchten. Sie begann dann, mit der Idee zu spielen, diese Scheibe lyrisch aus der Perspektive des Eskapismus zu schreiben, als Spiegelung ihrer eigenen Flucht vor einem Trauma hinein in Tagträume, Filme und Musik. In dieser Phase ihres Lebens fühlte sie sich speziell von Filmen wie Blade Runner, Donnie Darko, Bram Stoker’s Dracula und The Shining angezogen, die Themen wie inneren Kampf, Menschheit, Tod, Opfer, Sucht, psychische Gesundheitsprobleme und Trauer behandeln. Diese Filme erlaubten ihr ihre Gedanken, Gefühle und Projektionen innerhalb eines geschützten Rahmens, und sie konnte während des Schreibens vorgeben, jemand anderes zu sein.

Dadurch war es aber auch ein schwieriger Schreibprozess. Vor allem, weil wir unseren Bandkameraden Jamie irgendwo im zweiten Drittel des Schreibprozesses verloren haben. Dadurch wurde es zu einer sehr konfliktgeladenen und emotionalen Angelegenheit, und damit auch zum für uns schwierigsten Album, das wir jemals machen mussten. Jetzt auf der anderen Seite des Prozesses herauszukommen und das Album für alle Welt veröffentlicht zu sehen ist ein sehr befreiendes und überwältigendes Gefühl.

Welcher Song war für euch am einfachsten und welcher am schwierigsten zu schreiben und produzieren und warum?

Am einfachsten war “Denial“. Es ist einfach mitten im Flow und sehr schnell entstanden. Am schwersten haben wir uns wahrscheinlich mit “What You Wanted“ getan. Wir saßen an diesem Stück einen sehr langen Tag, und es wäre ein paar Mal fast vom Album geflogen. Wir schrieben tatsächlich mehrere verschiedene Refrains bevor wir uns für den endgültigen entschieden haben!

Verrätst du uns deinen Lieblingssong auf dem Album?

Mein Lieblingssong ist “Gasoline“. Bei diesem Stück waren wir alle extrem begeistert als das Demo fertig war. Es hat einen großartigen Refrain, und ich mag die treibende Energie des Tracks. Es macht unheimlich viel Spaß, aber es gibt auch eine wirklich interessante Gegenüberstellung von Instrumentalmusik und Gesang und Text.

Auf welchen Song freust du dich live am meisten, und was denkst du wird bei euren Zuschauern am besten ankommen?

“Cut The Lies“ wird live eine Menge Spaß machen, hauptsächlich weil es eine ganz andere Note mitbringt als andere Songs, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Es macht wirklich Spaß, es zu spielen, und ich denke wir können die Menge damit wirklich zum Kochen bringen. Der Lieblingstitel des Publikums wird denke ich eher sowas wie “What You Wanted“ sein. Unsere Fans haben immer sehr gut auf die härteren Songs angesprochen und ich denke, dieser Song wird ihnen genug Ansporn zum Moshen geben und hat trotzdem einen coolen Refrain zum Mitsingen.

 

Galerie mit 12 Bildern: As Everything Unfolds - Eternia Tour 2023 in Nürnberg

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Quelle: Interview mit George Hunt
17.04.2026

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