1Im Dunkeln ist gut Munkeln. Das haben sich wohl auch DEMON SPELL gedacht und preisen mit ihrem Debüt die Finsternis nach althergebrachter Art. Bandname und Albumtitel deuten schon an, welche Musik einen auf „Blessed Be The Dark“ wohl erwarten könnte und so widmen sich die Italiener auf ihrem Langspiel-Einstand wenig überraschen okkult angehauchtem Heavy Metal, der seine Haupteinflüsse vornehmlich aus den frühen 80ern zieht.
DEMON SPELL huldigen dem okkulten Heavy Metal der frühen 80er
Dass MERCYFUL FATE und KING DIAMOND deutliche Spuren bei DEMON SPELL hinterlassen haben, ist also schon fast obligatorisch und schlägt sich ganz besonders im Falsettgesang von Frontmann Federico Fano nieder. Diesen variiert der Zeremonienmeister allerdings fast gleichberechtigt mit tiefstimmigeren, an Ricardo von THE NIGHT ETERNAL erinnernden Parts und auch zu PORTRAIT besteht sowohl stimmlich als auch inhaltlich eine gewisse Nähe.
Auf instrumentaler Ebene bedienen sich DEMON SPELL im Vergleich zu den deutschen und schwedischen Kollegen allerdings nochmal sehr viel stärker bei der NWoBHM, wie beim galoppierenden „Hexes And Horrors“, dem lässigen „Curse Of The Undead“ oder dem rasant fetzigen „Dive The Hellfire“ schön nachzuhören ist.
Beim Opener „As Lucifer Smiles“ und dem das Album beschließenden Titeltrack wiederum schimmern auch deutliche Oldschool Thrash- und Speed-Einflüsse durch, besonders das METALLICA-Debüt scheint es den Sizilianern angetan zu haben. Das groovige, theatralisch intonierte „The Tolling“ wiederum verschreibt sich ganz dem Erbe des Diamantenkönigs, der uns ja leider immer noch auf dem Trockenen sitzen lässt. Was soll’s, muss es halt der Nachwuchs richten.
Eine leichte Thrash- und Speed-Kante sorgt für ordentlich Drive
Das Pentagramm wird hier sicherlich nicht neu erfunden und die Hitdichte mancher Zeitgenossen erreichen DEMON SPELL ebenfalls noch nicht. Handwerklich sind die Italiener aber über jeden Zweifel erhaben und grade die Mischung aus okkultem Heavy Metal und Urzeit-Thrash bei einigen Nummern sorgt für einen coolen Drive. Die angenehm oldschoolige Produktion tut ihr Übriges und so kann man „Blessed Be The Dark“ allen Fans oben genannter Kapellen wärmstens ans schwarze Herz legen. Ins Dying-Victims-Roster passt die Truppe sowieso.

Demon Spell - Blessed Be the Dark
Hans Völkel
Demon Spell - Blessed Be the Dark [Vinyl LP]



























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