Intwine
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Interview

Blühende Blumenfelder und zwischendrin hüpfen, springen und verdrehen sich INTWINE zu ihrem eigenen Mix aus allem Möglichen, welcher alles ist, nur nicht alltäglich. Zumindest heutzutage nicht mehr. Wie es dazu kam, wer sie sind und weshalb sich die holländische Alternativ-Elite dazu entschlossen hat, das zu machen, was sie für richtig hält, erzählt uns Jakob, seines Zeichen Klampfer dieser Formation.

IntwineHey Jungs, wie ist die Stimmung nach der Veröffentlichung Eurer aktuellen Platte?

Uns geht es gut, vielen Dank. Wir sind sehr froh und aufgeregt über die Tatsache, dass unser Album in immer mehr Ländern dieser Welt verfügbar ist und sich mehr und mehr Leute mit unserer Musik beschäftigen können.

Wenn ich Bekannte frage, ob sie was von INTWINE kennen, lautet die Antwort meist nein. Außer vielleicht etwaige Balladen. Hehe. Wie definierst Du Euren Sound für Leute, die sich dafür interessieren könnten?

Als wir unsere Karriere starteten, bewegten wir uns in einem anderen Genre. Über die Jahre hinweg entwickelte sich unser Musikgeschmack für das, was wir heutzutage machen. Es ist nicht einfach zu erklären, was wir genau machen, da wir viele verschiedene Stile in unsere Musik einfließen lassen. Ich denke, die passendste Bezeichnung wäre Crossover mit dem Hauptsektor Heavy Rock. Wir hören uns Bands wie DEFTONES, A PERFECT CIRCLE und SEVENDUST an, doch wir sind ebenfalls beeinflusst von THE WAILERS, SUBLIME, COLLIE BUDDZ, MANA und vielen anderen, die sich nicht in unserem musikalischen Dunstkreis aufhalten. Wir hören Metal, Rock, Grunge, Pop, Reggae/Dub, Dancehall, Soca, Blues, Jazz, Latin und mehr!!!

Euer Musikstil ist, wie Du ja bereits gesagt hast, nicht einfach einzuordnen, da viel miteinander verrührt und vermischt wird. Wie ist Eure Handhabung, wenn es um das Songwriting geht?

Es gibt keinen speziellen Schreibprozess. Normalerweise ist jeder von uns damit beschäftigt in irgendeiner Art kreativ oder schaffend zu sein. Manchmal kommen Leute mit ganzen Parts, Riffs oder Melodien, an denen dann die ganze Band weiterarbeitet, oder es gibt nur ganz einfache Ideen, die wir dann angehen. Jeder bringt sich selbst mit ein, das ist INTWINE.

Gibt es so etwas wie ein Konzept hinter Eurem Album? Oder geht es um die Individualität einzelner Songs?

Unsere Motivation für das Schreiben von Songs liegt grundsätzlich in den Erfahrungen mit Situationen, welche wir durchliefen, oder einzelnen Personen, denen wir die Jahre über begegnet sind. Wir ziehen es vor, unsere Texte nicht all zu sehr zu erklären, so dass jeder seine eigenen Schlüsse daraus ziehen kann. Aber „Cruel Man“ zum Beispiel ist ein Track, den wir für einen Film über einen berüchtigten niederländischen Drogenboss beigesteuert haben, und es geht eben um diesen.

Es gibt insgesamt 16 Stücke auf dem Album, die für den Hörer durchaus beeindruckend sein können. Wie beeindruckend sind sie für Euch?

Uns gefällt das Album sehr gut. Es war das erste Mal, dass wir Zeit hatten und experimentieren konnten, ohne dass andauernd die Studio-Uhr im Hintergrund tickte, da wir so gut wie alles zu Hause aufgenommen haben. Wir hatten Unmengen von Zeit, in der wir hören, reflektieren und verbessern konnten, so dass uns eigentlich alles an diesem Album sehr gefällt. Zum aller ersten Mal sind wir komplett mit dem zufrieden, was heraus gekommen ist.

Wie kam es, dass Ihr diese Art von Musik macht?

Als wir aufwuchsen, spürten wir, dass es mehr gibt, als nur dieses Zeug von den Mainstream-Musikkanälen, also mehr aus dem Underground. Jeder von uns hörte damals unterschiedliche Musik. Das führte im Endeffekt dazu, dass keiner von uns der große Radiohörer geworden ist. Ich finde es eine Schande, dass ganz besonders in den Niederlanden soviel großartige Musik nicht auf den öffentlichen Kanälen gespielt wird, doch ich denke, wir können da leider wenig tun.

In der Vergangenheit habt Ihr mit SEVENDUST gespielt. Was für eine Erfahrung war das für Euch?

Mit SEVENDUST zu spielen war der absolute Hammer. Vor ungefähr zehn Jahren habe ich sie in Eindhoven auf einem Festival gesehen, und mich hat es einfach weggeblasen. Und jetzt mit so einer Band zu spielen, welche eine solche Geschichte und solch einen Stand hat, das war unglaublich.

Danke für das Interview. Die letzten Worte sind die Deinen:

Auch ich Danke, Wir freuen uns darauf, bald nach Deutschland zurückzukommen. Wir hatten eine tolle Zeit während unseren ersten Shows bei Euch. Checkt unser aktuelles Album „Kingdom Of Contradiction“ an.
Cheers.

14.10.2009

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