Unearth
Interview mit Gitarrist Buz McGrath

Interview

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Mit „The March“ haben UNEARTH im Oktober ihr viertes Album veröffentlicht, welches – wie schon der Vorgänger „III: In The Eyes Of Fire“ – verstärkt Thrash-Metal-Elemente hervor hebt, was die Platte zu einem ordentlich harten Brett macht. Gitarrist Buz McGrath ist zwar kurz angebunden, verrät aber trotzdem einiges über die Entstehungsgeschichte und die Einflüsse des neuen Albums.

 

Unearth

 

Hallo Jungs!
Ihr wart ja vor kurzem auf Tour durch die USA. Wie lief’s?

Die Tour war großartig. Die anderen Bands – WHITE CHAPEL, THE ACACIA STRAIN und PROTEST THE HERO – sind alle lustige Gesellen und wir haben jede Nacht Party gemacht!

Erzählt mir mal, wie die zwei Jahre seit dem Release von „III: In The Eyes Of Fire“ waren. Stressig oder relaxed?

Ziemlich stressig. Wir mussten uns um unser Drummer-Problem kümmern und waren finanziell auch in einer schwierigen Lage. Wir mussten uns einige Zeit nehmen, um das neue Album fertigzustellen und uns gewissermaßen neu zu gruppieren. Nun herrscht aber wieder ein großartiger Vibe in der Band, der sehr erfrischend wirkt.

Bereits euer letztes Album „III: In The Eyes Of Fire“ war ja stark von Thrash Metal beeinflusst, während die früheren Releases eher einen Melodic-Death-Metal-Touch hatten. Ich denke, auf „The March“ habt ihr noch mal einen draufgelegt und noch mehr Thrash-Metal-Elemente mit eingebracht. Würdest du das genau so sehen?

Es gibt definitiv viele Thrash-Metal-Vibes auf „The March“. Aber ich denke, meistens auf der Grundlage eines sehr melodischen Gerüsts, für meine Ohren klingt das Material sehr skandinavisch, besonders die Gitarren.

Was ist in deinen Augen der Grund dafür, das es mehr und mehr Thrash-Einflüsse in euren Sound schaffen?

Ich persönlich bin ziemlich spät mit en älteren TESTAMENT-Sachen warm geworden. Um ehrlich zu sein, vermisste ich früher etwas Spezielles bei der Band, aber ich jetzt finde ich sie absolut geil. Vielleicht kannst du also etwas von diesem Enthusiasmus aus den Riffs heraushören.

Was sind denn deine Lieblings-Thrash-Metal-Bands und -Alben?

TESTAMENTs „The Gathering“, PANTERAS „Vulgar Display …“ („… Of Power“, Anmk. d. Red.) und „Seansons On The Abyss“ von Slayer. Das sind die, die mir als erstes in den Sinn kommen.

Auch meine ich, auf „The March“ Punk-Einflüsse herausgehört zu haben. Würdest du mir da zustimmen?

Ich hörte als Teenager Punk Rock, DEAD KENNEDYS, SEX PISTOLS, THE EXPLOITED, das war meine Ecke. Ich habe davon zwar nichts auf „The March“ erkannt, aber ich finde es cool, dass du sowas rausgehört hast.

Was sind denn in deinen Augen die Hauptunterschiede zwischen „III: In The Eyes Of Fire“ und „The March“?

„The March“ ist kontrollierter. Wir sind das ganze Chaos losgeworden. Die Songstrukturen sind einfacher und musikalischer als auf „III“. Insgesamt denke ich, ist „The March“ ein hörbareres Album.

Und wie wurden die Songs für das neue Album geschrieben?

Die Grundlagen der Songs wurden alle in meinem Haus geschaffen, aus einem Riff heraus und einem vorläufigen Drumbeat, den ich darauf programmierte. Dann schickte ich die Idee per E-Mail an den Rest der Band, so dass sie ihn kennen lernen konnten. Und wenn wir alle zusammenkamen, reihten wir die Teile wie bei einem Puzzle aneinander. Alles in allem also eine relativ schmerzlose Prozedur.
Eine schöne Erfahrung war das Zusammenarbeiten mit unserem neuen Drummer Derek. Er brachte ein sehr positives Gefühl mit in die Band.

Worum geht es in den Texten? Und was ist mit „The March“ gemeint?

Manche sind politisch, manche sind coole Geschichte, vielleicht über einen verrückten Traum, den Trevor hatte. Phipps ist einer der Schreiber, deren Lyrics jeder anders interpretieren kann.
Mit „The March“ ist die Reise gemeint, die wir jeden Tag vor uns haben, um zu überleben.

Es gibt also kein lyrisches Konzept?

Im Grunde schon, in allen Texten geht es darum, ein Teil der hoffenden Seite der Menschheit zu sein und sich nicht vom Bösen auf der Welt aufhalten zu lassen.

In einem Interview mit meinem Kollegen David sagtet ihr 2004, Adam D. von KILLSWITCH ENGAGE sei ein feiner Kerl, aber ihr würdet nie wieder mit ihm zusammenarbeiten wollen. Warum habt ihr eure Meinung geändert und auf „The March“ wieder mit ihm zusammengearbeitet?

Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der aktuell bei UNEARTH mitspielt, jemals sowas gesagt hat.
(In der Tat stammt das Zitat vom ehemaligen Drummer Mike Justian. Da es sich hier um ein E-Mail-Interview handelt, hatte ich allerdings nicht die Gelegenheit, das klarzustellen. – Anmk. d. Red.)

Was sind eure Ziele für die Zukunft? Was kommt als nächstes?

An neuen Plätzen live spielen, neue Leute treffen. Das klingt natürlich nach einem Klischee, so ist aber wirklich. Wir haben eine großartige Zeit bei dem, was wir tun.
Wir haben bereits einige neue Touren für 2009 geplant, über die ich jetzt aber noch nicht reden sollte. Aber bald werdet ihr wissen, worüber ich rede, haha.

Und die berühmten letzten Worte …

Danke für das Interview.
Und hört euch unser neues Album „The March“ an und kommt zu einem Gig in eurer Nähe!

Galerie mit 4 Bildern: Unearth auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016
28.12.2008

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